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1987 – Die Geburtsstunde des Computerclub Diedorf


Am Freitag, den 20.März 1987 schleppten einige besessene Computer-Freaks unter Führung von Bernd Holz in der Abenddämmerung Monitore, Rechner und Utensilien in den 1.Stock der „Alten Schule“ in Diedorf. Wer diese Prozedur hinter sich gebracht hatte, dem war meist so warm, dass er gar nicht bemerkte, wie eiskalt der Clubraum war. Es passierte im Winter häufiger, dass man dem alten Ölofen erst gut zureden musste, damit er etwas Wärme abgab. Wenn er allerdings lief, dann war`s schön warm. Die Atmosphäre in der alten Schule war durch die sehr heruntergekommenen Räumlichkeiten nicht gerade einladend, dennoch sollten wir an unseren Clubabenden eine schöne Zeit dort verbringen. Auch damals beschäftigten sich unsere Vorgänger, bis spät in die Nacht hinein mit ihren Kisten. Manchmal hatte man das Gefühl, der Computer lebt und lacht von innen heraus hämisch, weil er genau das Gegenteil von dem machte, was die User ihm verzweifelt abzuringen versuchten.

Jetzt waren 286er PCs auch für kleinere Firmen und Privatleute erschwinglich, dennoch hatte keiner unserer Mitglieder eine solche Kostbarkeit. Die Computer welche unsere Mitglieder in den Club mit brachten waren 8086er, Atari, Commodore und Rechner Marke Eigenbau, wie der von Heinz Rieder. Da Festplatten immer noch sehr teuer waren, besaßen diese Rechner meist zwei 5 ¼ Zoll-Diskettenlaufwerke. Auf der einen 5 ¼ Zoll-Diskette war genügend Speicherkapazität für das Betriebssystem und das Anwendungsprogramm, auf der anderen war Platz für die Daten und das bei einer Speicherkapazität von 360 KB.

Farbmonitore waren, vor allem für den Privatanwender meist zu teuer, deshalb entschieden sich noch viele Käufer für einen kleinen Monochrombildschirm (meist Schwarz-Weiß, Schwarz-Grün oder Bernsteinfarben) mit CGA Auflösung. Wer all die Dinge die im PC steckten ausdrucken lassen wollte, tat dies mit einem 9-Nadeldrucker.

Probleme rund um den PC gab`s genügend. Die mitgelieferten Handbücher für Soft- und Hardware waren zwar reichlich, aber meistens unbrauchbar. Hilfe zu den kleinen alltäglichen Problemchen sollten die in der Buchhandlung erhältlichen Bücher bieten, welche oft nicht viel besser als die Originale waren. Nachfragen beim Kiosk nebenan nach Computerzeitschriften sind meist durch den skeptischen Blick des Inhabers beantwortet worden – KOMBJUTER ???

Der einzelne stand aus diesem Grund oft hilflos, frustriert und genervt seinem PC gegenüber. Im CoDi fand er hingegen Leidensgenossen und Waffenfreunde, die in gemeinschaftlicher Arbeit dem „Kleinen“ Manieren beibrachten. Nach ein paar Schnupperstunden konnte man für einen bescheidenen Mitgliedsbeitrag von 1,-- DM im Monat Mitglied im Computerclub werden.


Ein kleiner Rückblick auf die Erfolgsstory des Computer

1934 arbeitet der Bauingenieur Konrad Zuse im Bereich Belastungsanalyse des Flugzeugbauers Henschel. Die Berechnungen sind so umfangreich, dass Konrad Zuse beginnt einen vollmechanischen Computer zu entwickeln – den Z1. Während des 2.Weltkrieges entwickelt Konrad Zuse den Z1 zum elektromechanischen Computer Z2.

1941 präsentiert Konrad Zuse den ersten frei programmierbaren Computer der Welt – den Z3. Dieser elektromechanische Computer besitzt 2600 Relais und kann eine Multiplikation in drei Sekunden ausführen. Konrad Zuse kann den blinden Mathematiker Arnold Fast für die Programmierung des Z3 für sich gewinnen. Ein Jahr später beginnt Konrad Zuse mit der Entwicklung des Z4. Am 18.12.1995 stirbt Konrad Zuse im Alter von 85 Jahren.

1957 schoss die UdSSR den ersten Satelliten mit dem Namen Sputnik ins All. Die USA sahen in dieser technischen Meisterleistung eine Gefahr für den Weltfrieden und beauftragten die Denkfabrik „RAND Corporation“ eine strategische Lösung für dieses Problem zu entwickeln. Sie erfanden ein Netzwerk mit dem Namen ARPNET (Advanced Research Projekt Agency Network). 1969 hatte das kleine Netzwerk Bundesweit vier Knoten, über welche nun auch die Wissenschaftler und Forscher Zugänge erhielten. 1971 gab es 15 Knoten und ein Jahr darauf bereits 32 Knotenpunkte. Aus dem ARPNET wurde schließlich das INTERNET, welches nach Insider Schätzungen bis zum Jahr 2000 mehr als 250 Millionen Teilnehmer haben wird.

1971 ist die Geburtsstunde des ersten Mikroprozessors der Welt – dem Intel 4004 – der zwei Jahre später zum Intel 8080, dem ersten 8-Bit Prozessor entwickelt wurde.

1974 erscheint der erste PC (Personal Computer) mit dem Intel 8080 Prozessor und 256 KByte Arbeitsspeicher auf den Markt – der MITS Altair 8800. Als Bausatz wird der Altair 8800 für ca. 800 DM und als fertiges Gerät für 1200 DM angeboten.

1978 beginnt mit dem i8086er 16 Bit-Prozessor die Erfolgsstory der Firma Intel. Alle nachfolgenden 80x86er Prozessoren (bis hin zum i80586, auch als Pentium bekannt) sollten zu diesem Prozessor abwärtskompatibel sein. Der erste i8086er Prozessor konnte mit sagenhaften 29000 Transistoren und einer Taktfrequenz von 4,77 MHz und später mit 10 MHz auftrumpfen. Er konnte in nur einer Sekunde 330000 Befehle abarbeiten.

1979 gelang es den Entwicklern von Intel in nur einem Jahr den i8088er fertig zu stellen. Wie der i8086er arbeitete auch der abgespeckte i8088 intern mit 16 Bit, extern jedoch nur mit einem 8 Bit Datenbus.

1980 Die Softwarefirma Digital Reserach sollte ursprünglich die Entwicklung des Betriebsystems übernehmen. Aufgrund des geringen Interesse von Digital Reserach erhielt die noch kleinere Softwareschmiede Microsoft den Auftrag. Nur 18 Jahre später sollte dieser glückliche Umstand Microsoft Chef, Bill Gates zum reichsten Mann der Welt machen.

1981 entwickelte Intel den legendären i80286er, eine 16 Bit CPU mit etwa 130000 Transistoren. Die ersten PC mit der Zusatzbezeichnung AT (Advanced Technology) wurden mit 8 MHz getaktet. Er besaß im Gegensatz zum PC/XT 16 Bit Steckplätze für Erweiterungskarten.

1984 verkaufte IBM den IBM-AT i80286er, mit 16 Bit-Bus, 256 KByte RAM und einer 20 MByte Festplatte. Ausgeliefert wurde er mit dem Betriebsystem Xenix oder PC-DOS 3.0. Ein 80286 System kostete damals weit über 30000 DM. Der von Hewlett Packard entwickelte LaserJet mit einer Auflösung von 300 dpi und einem Preis von 2000 $ läutete die Ära der preisgünstigen Laserdrucker ein. Große Namen, wie Microsoft mit dem Betriebssystem MS-DOS 3.0 und der Programmiersprache Basic, MS-Word für DOS 1.0 und Borland mit Turbo-Pascal, Wordstar mit seiner Textverarbeitung, sowie Asthon-Tate mit dBase II beherrschten die Szene. IBM und Microsoft begannen gemeinsam das Betriebsystem OS/2 zu entwickeln. Von solchen kleinen technischen Wunderwerken konnten Computerfan`s damals nur träumen. Niemand ahnte, welch rasante Entwicklung in der Soft- und Hardware folgen sollte. Einige dieser Firmen, wie Ashton-Tate oder Borland verließen sich ganz auf ihre marktführenden Rolle und erkannten den Lauf der Zeit nicht. Sie versanken deshalb einige Jahre später im unendlichen Nichts der Bits & Bytes. Andere hingegen, wie IBM, Intel, Novell oder Microsoft bauten ihre Position immer weiter aus, bis hin zur Quasi-Monopolstellung.

1985 wird das 32 Bit Zeitalter von Intel, mit dem i80386 eingeläutet. Dieser Prozessor besitzt 275000 Transistoren und ist anfangs mit 16 MHz, später mit 20 MHz, 25 MHz und 33 MHz getaktet. Diese 32 Bit CPU ist Multitaskingfähig. In diesem Jahr erscheint Windows 1.0 in englischer Sprache. Außer den in Windows enthaltenen Programmen, stehen dem User keine sinnvollen Programmen zur Verfügung. Die Hardwareanforderungen wirken jedoch aus heutiger Sicht lächerlich. Windows genügten 256 KByte RAM und zwei Diskettenlaufwerke.

1986 baut Compaq als erster PC Hersteller den 80386er Prozessor in seine Rechner ein. Ein 80286er PC kostet immer noch weit über 10000 DM. Im Januar wird die erste deutschsprachige Version von Windows angeboten.

1987 IBM stellte mit dem Modell 25 seinen ersten PC mit dem 80386 Prozessor vor. Er löste den erfolgreichen AT 80286 ab. Ein AT 286er kostet jetzt zwischen etwa 6000 DM und 8000 DM. US Robotics stellt das Courier HAST 9600 Modem vor. Microsoft liefert OS/2 1.0, MS-DOS 3.3, Windows 386 und Windows 2.0, MS-Excel für Windows sowie Word 4.0 für DOS aus.


1988 – Der CoDi feiert seinen ersten Geburtstag


Der typischer 80286er wurde mit einer Prozessor-Taktfrequenz von 12MHz, 1MB Arbeitsspeicher, einer Festplatte mit 20 MB, einem 5 ¼ Zoll und einem 3 ½ Zoll Diskettenlaufwerk, sowie dem Betriebsystem MS-DOS 3.0 zwischen 3000 DM bis 4000 DM über die Ladentheke geschoben. Auch Monitore mit EGA Auflösung und 9 Nadeldrucker wurden durch das gefallene Preisniveau für den einen oder anderen erschwinglich. Ein 286er Toshiba Laptop mit Flüssigkeitskristallbildschirm kostet um die 10000 DM. Da war der 286er Schneiderlaptop mit dem gestochen scharfen Plasmabildschirm und der 20 MB großen 3 ½ Zoll Festplatte zu einem Preis von 6000 DM von Günter Hack wirklich eine hervorragende Alternative. Wenn man bedenkt, das bis vor einiger Zeit eine 360 KB Diskette ausreichte, um das Betriebsystem und die Programme darauf unterzubringen, so schien die Speicherkapazität einer 20 MB Festplatte als unendlich groß. Um eine prallgefüllte 20 MB Festplatte zu sichern, hätte man fünfundfünfzig 360 KB oder vierzehn 1,44 MB Disketten in den Schlitz schieben müssen. Aber Computerfreaks sind eben Jäger und Sammler, und als solchem soll es dem einen oder anderen schon einmal gelungen sein, auch die größte Festplatte zum Überlaufen zu bringen. Niemand konnte damals ahnen, dass der Erfolg des AT 286er und seine Weiterentwicklung, der Pentium (80586er) fast alle anderen namhaften Rechnerwelten aussterben lassen sollte.

Die Softwareentwicklung zu diesem Zeitpunkt konzentrierte sich immer mehr auf den PC. Die neue Software von Microsoft wie MS-DOS 4.0 und MS-Windows 2.1, MS-Excel für Windows, MS-Works, MS-Word für DOS 4.0, Asthon Tate Datenbank dBase-IV-Plus und Lotus Tabellenkalkulation Lotus-1-2-3 waren der Renner dieser Zeit.

Der Abstieg vom 1. Stock in einen größeren Raum des Erdgeschosses der Alten Schule läutete in mancher Hinsicht auch den Aufwärtstrend des CoDi ein. Endlich hatte die Schlepperei in den ersten Stock ein Ende. Die Mischung aus gestiegenem Interesse und Neugier am Computer führte sowohl blutige Anfänger als auch bereits begeisterte Anhänger dieses technischen Wunderwerks zum CoDi.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Bis Mitte 1988 lässt sich der i80386 CPU von Intel nur schwer verkaufen, deshalb bringt Intel die kostengünstigere Variante des i80368DX, welcher mit 32 Bit Datenbus arbeitet, als abgespeckten i80386SX mit 16 Bit Datenbus auf den Markt. Zeitgleich erklärt Intel den286er für tot, um die lästigen Konkurrenten AMD und Cyrix aus dem Rennen um die Gunst der Käufer zu werfen.


1989 – Der CoDi präsentiert sich auf der AudiCom


Die neue Architektur der 386er erlaubte es aber erstmals, unter dem Betriebssystem MS-DOS 3.3 die neue grafische Benutzeroberfläche MS-Windows 2.0 laufen zu lassen. Leider lief dieses Windows nicht gerade stabil, stürzte ständig ab, verursachte Datenverluste und jede Menge Grübeleien, weshalb das eine oder andere nicht funktionierte. Aus diesem Grund kehrten die meisten Benutzer Windows den Rücken und verschwanden wieder im schwarzen Loch des MS-DOS Bildschirms. Alle? – nein, denn wie in Gallien gab es ein paar Unerschrockene die den Römern (pardon, Windows) Widerstand leisteten und in ihrer unglaublichen Beharrlichkeit mit Windows kämpften und letztendlich auch Sieger blieben.

Immer mehr Interessierte kamen und wurden Mitglied im Club. Das Interesse der Erwachsenen orientierte sich mehr in Richtung berufliche Anwendungen, das der Spielkatzen hingegen auf "more fun", was durch den erhöhten Lärmpegel der Spiele und Musik (düdldüdl, pip pip, bumm bumm) zu heftigen Konflikten der beiden Gruppen führte. Aus den bis dahin abgehalten Workshops entwickelten sich die ersten organisierten Kurse. Da die Jugendlichen sich verständlicherweise immer wieder an ihren PCs austobten und die im Nebenraum neu eröffnete Jugend-Disco den Lärm nochmals verstärkte, entschloss man sich, die Kurse vom normalen Clubleben zu trennen. Von da an fanden die Clubtreffen im Erdgeschoss und die Kurse im 1. Stock der „Alten Schule“ statt.

Ein Höhepunkt dieses Jahres war die Präsentation unseres Clubs auf der ersten AudiCom mit einem eigenen Stand. Wenn auch die meisten Besucher den Computer nur aus der Zeitung kannten, war unser Stand gut besucht.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Der 1987 entwickelte 80386er sank auf ein Preisniveau, das es auch dem Normalsterblichen ermöglichte, an den Kauf eines solchen Gerätes zu denken. Ein Schneider 386er kostete zwischen 3000 DM und 4500 DM, der 386er Laptop 9000 DM. Geräte von Herstellern wie IBM, Toshiba oder NCR lagen mit Ihren Preisen erheblich über dem, von sog. NO-NAME Produkten. Diese Rechnergeneration wurde meist mit VGA Grafikkarten (640x480), 80 MB Festplatten und 1MB RAM Arbeitsspeicher ausgerüstet, der bis 16MB RAM aufgerüstet werden konnte. Der neue Prozessor von Intel, der i80486 verfügt mit über 1,2 Millionen Transistoren um das vierfache des i80386er. Im Herbst 1989 reduziert Intel die 386SX Preise bis zu 30 Prozent um die Konkurrenz in Schach zu halten. Im Frühjahr 1988 liefert Microsoft noch Word 5.0 für DOS aus, welches im Dezember 1988 um Word für Windows 1.0 ergänzt wurde.


1990 – Im CoDi finden regelmäßige Kurse statt


Das Interesse an unseren Kursen veranlasste uns, fast jeden Freitag einen Kurs abzuhalten. Schwerpunkte blieben jedoch nach wie vor die Grundkurse für das Betriebssystems Windows, Textverarbeitungsprogramme und Datenbanken.

Auch in diesem Jahr hatten wir Gelegenheit uns auf der AudiCom zu präsentieren.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Microsoft bringt mit Windows 3.0 das erste brauchbare Windows heraus. Windows 3.0 ist in der Lage mehrere Programme gleichzeitig in einem Fenster laufen zu lassen. Diese Fähigkeit nennt man Multitasking. Jetzt entwickeln alle namhaften Softwareschmieden Programme für Windows.


1991 – Das CoDi-Logo mit der Maus


Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns damit, dem bis dahin losen Zusammenschluss gleichgesinnter Computerfreunde einen offiziellen Rahmen zu geben. Eine Satzung muss her – doch leider hatte bald jeder der Aktiven eine andere Meinung darüber, wie diese auszusehen hat. Die ersten Entwürfe wurden zu Papier gebracht, verworfen, wiedergeholt und verändert bis in die Nacht hinein. Am Ende jedoch kam es wie immer zu einer Einigung, so dass unsere Satzung für den Tag X bereit lag.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Durch die Unterzeichnung eines 10 Jahresvertrag verpflichten sich IBM und Intel zur gemeinsamen Entwicklung von Prozessoren. Mit dem AMD386DX präsentiert AMD den ersten Intel-Clone.


1992 – Am 10. März 1992 wird aus dem CoDi ein eingetragener Verein


Es konnte wohl keinen besseren Zeitpunkt geben, als das 5jährige Bestehen, um unseren Club in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. So trafen sich am 10. März 1992 zur Gründungsversammlung des Computerclub Diedorf e.V. 35 Mitglieder. Als 1.Vorstand wurde Heinz Rieder, als 2.Vorstand Matthias Becker (Kassierer) und als 3.Vorstand Matthias Geirhos (Schriftführer) gewählt.

Kaum war der Club zum Verein erhoben, sollte er auch ein unverwechselbares Logo erhalten. Erst standen heiße Diskussionen, gekrönt von zahlreichen handgezeichneten Entwürfen an. Als dann feststand, welches Logo den CoDi zieren sollte, wurde es mit dem Programm Designer 3.1 zur druckreifen Grafik fertiggestellt.

In diesem Jahr erschien auch die erste Ausgabe unserer Clubzeitung „Schnittstelle“, in der auch die erste Fassung der zweiseitige „CoDi-Chronik“ nach zu lesen war.

Die Programme unter Windows blähten sich immer mehr auf. Programme, die vorher mit 4 - 6 Disketten ausgeliefert wurden, benötigten jetzt schon 10 Disketten, Grafikprogramme wie Corel hingegen wurden aufgrund ihrer Komplexität bereits auf CDs (650 MB) gebrannt. Dies erforderte auch größere Festplattenkapazitäten. Immer mehr Benutzer stiegen auf die grafische Benutzer-oberfläche Windows um, besonders wenn es sich um Textverarbeitungs- und Grafikanwendungen handelte. Der große Streit der einstigen Verbündeten, nämlich IBM und Microsoft um das Betriebssystem OS/2 war beendet. Somit konnte der Machtkampf zwischen IBM`s OS/2 und Microsofts Windows seinen Lauf nehmen. Den verheißungsvollen Start des neuen hochmodernen Betriebssystems OS/2 konnte IBM, letztendlich auch auf Grund von Marketingfehlern, als auch von vermeidbaren Mängeln bis zum heutigen Zeitpunkt nicht für sich entscheiden.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Von 1992 bis 1994 fand die Entwicklung des i80486er seinen Höhepunkt im i80486 DX2 mit 66 MHz und 1994 im i80486 DX4 mit 100 MHz. Die Zahl 2 bzw. 4 hinter dem Kürzel DX stand für die interne Taktgeschwindigkeit des Prozessors. Im April liefert Microsoft das stabilere Windows 3.1 aus und entscheidet somit den Kampf mit OS/2 für sich. Dieses Windows 3.0 unterstützt OLE (Object Linking and Emeddding), sowie die Verwendung der neuen TrueType-Schriften. Im Oktober kommt WfW 3.1 mit integrierter Peer to Peer Netzfunktion auf den Markt.


1993 – Unser Umzug in den Bürgersaal-Lettenbach


Der "Rausschmiss" aus der alten Schule stand bevor, wegen Renovierung natürlich - was sonst! Denn der CoDi war bereits ein Club für Jung und Alt geworden, was auch der Gemeinde Diedorf nicht verborgen blieb. Es war wohl unser guter Ruf, der unseren Bürgermeister dazu veranlasste, uns die großen Sorgen nach einer neuen Bleibe abnehmen. Zwar waren einige Mitglieder nicht gerade begeistert darüber, dass unsere neue Heimat Lettenbach werden sollte, vor allem weil die neuen Räumlichkeiten im 1. Stock des Bürgersaales lagen, dafür war es aber ein schöner, moderner Saal. Auch Parkplatzprobleme sind hier unbekannt und was sehr wichtig ist, die Räume stehen uns, bis auf kleine Ausnahmen wie Wahlen, uneingeschränkt zur Verfügung.

Wir hatten genügend Mitglieder und somit auch einigermaßen Geld für die Anschaffung clubeigener Computer und zusätzlicher Monitore, Tastaturen und sonstiger Utensilien. Somit brauchten Mitglieder die ihren eigenen Rechner mitbringen wollten, nicht auch noch Monitor und Zubehör schleppen. Wer keinen eigen Rechner besaß, konnte sich mit den clubeigenen Rechnern beschäftigen. Zum anderen ermöglichten unsere Club-PC`s einen einheitlichen Standard bezüglich der installierten Programme.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Um den Clonern wie AMD und Cyrix, die ihren Prozessoren ebenfalls Bezeichnungen wie 286, 386 und 486 gaben, den Wind aus den Segeln zu nehmen, entschloss sich Intel im März 1993 seinem neuen Spross nicht zu nennen i80586, sondern ihn auf den Namen Pentium zu taufen. Im Gegensatz zu den Bezeichnungen in Verbindung mit Zahlen, ließ sich der Name Pentium Warenrechtlich schützen. Dieser Prozessor verfügte über 3,1 Millionen Transistoren bei einer Taktfrequenz von anfänglich 60 MHz und 66 MHz. Außerdem wurde der externe Datenbus auf 64 Bit erweitert. Die Konkurrenten AMD und Cyrix präsentierten zu diesem Zeitpunkt weitere Clone ihrer 486er Prozessoren. In diesem Jahr werden erstmals mehr Windows Anwendungsprogramme verkauft als für DOS. Das von Microsoft entwickelte 32 Bit Betriebssystem Windows NT (Windows New Technology) ist für den professionellen Einsatz in Unternehmen gedacht.


1994 – Der CoDi begrüßt das 100ste Mitglied


Auf der Mitgliederversammlung überreicht unser 1.Vorstand Heinz Rieder unserem 100sten Mitglied, Frau Hildegard Ballenberger eine Blumenstrauß.

In diesem Jahr lebt unsere Clubzeitschrift wieder auf und trägt nun die Überschrift „CoDi-News“. Die „CoDi-News“ erscheinen mehrmals im Jahr. Ende 1996 wird dann die letzte Ausgabe der „CoDi-News“ veröffentlicht.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Intel bringt in diesem Jahr den Pentium den P75, P90 und P100 auf den Markt. Ein Fehler in der Fließkomma-Einheit des Intel Pentium, welche zu falschen Rechenergebnissen in bestimmten Situationen führt, veranlasst auf Druck in der Öffentlichkeit, Intel die fehlerhaften Pentium CPU kostenlos auszutauschen. Auf der CeBIT präsentiert Nextgen seine Antwort auf den Intel Pentium – den Nx586 mit 60 MHz und 66 MHz Taktfrequenz. Im Januar bringt Microsoft die verbesserte Version WfW 3.11 auf den Markt.


1995 – Keine Angst vor der Novell-Spinne


Dieses Jahr stand im Zeichen der Spinne. Also schafften wir uns eben eine Spinne an, ihr Namen ist Novell-Netware und hat die nützliche Aufgabe alle Rechner im Club in ihrem Netz zu verbinden. Auch wenn es den meisten anfangs doch unklar war, wozu denn ein eigener Rechner "nur" als Server da sein sollte, erwies sich dieser Schritt als goldrichtig. Unsere Mitglieder konnten auch einmal versehentlich etwas löschen, ohne dass dies einen großen Aufwand bedeutete. Alle Programme und Windows selbst konnten in minutenschnelle wieder einheitlich eingerichtet werden und Übungsmaterial für die Kurse konnte bequem in ein "Postfach" abgelegt werden.

Auch das CoDi-Logo bekam, ganz im Trend der Zeit, einen neues Outfit. Mit Hilfe modernster Rendering-Technologie wurde das ursprüngliche Logo im 3-dimensionalen Raum neu konstruiert. Dann wurde es über einen Prozessor gelegt, natürlich alles in Echtfarben.

Modem sein – oder nicht sein das ist hier Frage. Der Club war in zwei Lager gespalten; auf der einen Seite die Faszination mit der Welt Kontakt aufnehmen zu können, auf der anderen Seite die große Unbekannte, wie viel es an laufenden Kosten verursachen würde. Nach einigem hin und her erhielten die Telekommunikationsfreaks ihr Modem. Rückwirkend betrachtet, scheint es die einzig mögliche Entscheidung gewesen zu sein. Überraschend war, dass trotz Bedenken der Gegenseite, die Kosten geringer als erwartet ausfielen. Zur Hardware ist nicht viel zu vermelden außer dass ein 80486 bereits durch einen 80586, oh Pardon Pentium abgelöst wurde. Das Zauberwort Multimedia, was auch immer sich der eine oder andere darunter vorgestellt haben mag, ist in fast alle PCs eingekehrt. Flachbettscanner, bis vor kurzem unerschwinglich, konnte man jetzt bereits für unter 1000 DM erhalten. Deshalb hat sich der Club für seine Mitglieder einen Flachbettscanner zugelegt.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Im November wird auf der CeBIT die neue Pentiumgeneration von Intel, der Pentium PRO mit 155 MHz, 166 MHz, 180 MHz und 200 MHz vorgestellt. Dieser Prozessor besitz nun satte 5,5 Millionen Transistoren. Cyrix und IBM bieten mit dem 6x86 PR120 Prozessor mit 100 MHz Taktfrequenz Intel Paroli. In diesem Jahr startet Microsoft die größte Werbekampagne aller Zeiten für die Markteinführung von Windows95. Zum ersten mal erhält die rechte Maustaste eine sinnvolle Verwendung – das Kontextmenü. Zum anderen wird der Begriff Objekte in Windows neu definiert.


1996 – Der CoDi im Fernsehen


Das Fernsehen kam auf uns zu, um für sie einige Spiele zu testen. Da keiner von uns eine große Spielkatze ist und die Zeit der Atari`s und Amiga`s schon recht lang her war, fiel die Entscheidung gar nicht so leicht das Angebot des Senders anzunehmen. Es kam zum Interview, welches im Fernsehen gesendet wurde. Wir hofften, dass auch Interesse bestand normale Soft- und Hardware zu testen. Spiele sind jedoch nicht unser Metiér und nachdem von Seiten des Senders keine wirklich Interessanten Themen rüberkamen, verlief der Kontakt wieder im Sande.

Mit viel Enthusiasmus begann das Projekt der clubeigenen Mailbox, „CoDi Online BBS“, die mit dem gleichen System wie die damals bekannte Augsburger Newsline gestaltet wurde (MediaHost). Nachdem die Mailbox am Netz hing, beglückwünschten uns viele andere Betreiber von Mailboxen und User.

Nach Jahren der Abstinenz war es uns möglich, mit Hilfe eines Sponsors, wieder die AudiCom zu besuchen. Auf über 50 qm Ausstellungsfläche konnten wir uns mit 7 Computern präsentieren. Mit Beratung und Hilfe standen wir den Besuchern auf der AudiCom zur Verfügung, was einige noch auf der AudiCom und andere in den darauf folgenden Wochen, durch einen Besuch in unserem Club dazu veranlasste, Mitglied bei uns zu werden. Die Zahl der Mitglieder stieg von 150 auf über 180 an. Leider hatte unser SysOp nicht mehr die Zeit, die Mailbox ausreichend zu betreuen, was letztendlich die User dazu veranlasste unsere Mailbox nicht mehr so oft zu kontaktieren. So entschlossen wir uns schweren Herzens, die Mailbox vom Netz zu nehmen und diesen Rechner den Mitgliedern wieder für die Kurs- und allgemeinen Clubabende zu Verfügung zu stellen. Als zeitgemäßen Ersatz engagierten wir uns verstärkt der Präsentation im Internet. Nachdem uns mit dem Bürgernetz Augsburg (ein von Bayern gefördertes Programm für einen preisgünstigen Einstieg ins Internet) ein geeigneter Partner zur Verfügung stand, ging der CoDi im November ins "Internet". Darüber hinaus konnten wir unseren Mitgliedern beim Bürgernetz einen besonders preisgünstigen Zugang zum Internet ermöglichen.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Auch AMD zieht mit dem K5 PR75 und dem kurze Zeit nachfolgenden K5 PR100 in die Pentium Technik nach. Intel reagiert auf die Clone von AMD und Cyrix mit Preissenkungen für den P100 und P120 um bis zu 40 Prozent.


1997 – Der CoDi wird 10 Jahre jung


Herzlichen Glückwunsch lieber CoDi. Im Mai hatte der CoDi gute Gründe sein 10 jährige Bestehen zu feiern. Er kann auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken. Im Februar ist das 200ste Mitglied dem Club beigetreten.

Die meisten Computer sind mit einem Pentium-Prozessor ausgestattet, verfügen über mindestens 16 MB RAM, einige auch über eine Soundkarte und alle sind miteinander vernetzt. Die wichtigsten Softwareprogramme (z.B. Windows95, Office Pakete, Grafikprogramme und Programmiersprachen) sind auf allen Rechnern über unser Netzwerk verfügbar.

Die mitgelieferten Softwarepakete werden auch immer umfangreicher, so enthält z.B. Office 95 nun Winword 7.0, Excel 7.0 und Access 7.0 oder als Alternative zu den Microsoftprodukten sind Lotus 1-2-3, Word Pro und Ami Pro meistens schon beim Kauf auf der Festplatte vorinstalliert. Die meisten Programme liegen heute auf CD vor, Diskettenversionen sind komplett aus der Mode gekommen. Moderne Software, wie CorelDraw 7, belegen bis zu 450 MB auf der Festplatte.

Wie auch im vergangenen Jahr ist es uns, dank unseres Sponsors möglich, wieder an der AudiCom teilzunehmen.

1997 steht zudem ganz im Zeichen des Internet. Der CoDi intensiviert seine Zusammenarbeit mit dem „Bürgernetz Augsburg“ und ist durch seine Präsenz im "World Wide Web" nun auch überregional unter www.codi.de erreichbar.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Während die Konkurrenten an der Taktfrequenzschraube drehen, ist ihnen der Marktführer Intel mit seinem neuen Pentium MMX Prozessor wieder einen Schritt voraus. Nachdem AMD von Intel die Lizenz für die MMX-Technologie erhalten hat, bringt AMD im April den K6 auf den Markt. Im Mai verpasst Intel der Konkurrenz einen neuen Tiefschlag mit dem Pentium II Prozessor. Dieser vereint die Vorzüge des Pentium PRO mit dem Pentium MMX. Der Pentium II verfügt über 7,5 Millionen Transistoren. Mit Windows NT 4.0 will Microsoft den Unix Workstation und Server-Markt für sich gewinnen.


1998 – Das „Bürgernetz in Diedorf“ wird ins Leben gerufen


Am 20. September 1998 haben unsere Clubmitglieder ein Rundschreiben von unserem 2.Vorstand erhalten, welches auf die negativen Entwicklungen im „Bürgernetz Augsburg“ hinweist. Zwei Vorstände des „Bürgernetz Augsburg“ gründeten eine Firma und übernahmen die Hard- und Software des „Trägervereins - Bürgernetz Augsburg“, ohne die Mitgliedern bzw. dem Verein diese finanziell zu vergüten. Immer wieder berichten Zeitungen, wie z.B. die Augsburger Allgemeine über die Missstände im „Bürgernetz Augsburg“.

Deshalb treffen sich ehemalige Mitglieder des „Bürgernetz Augsburg“ und Mitglieder des CoDi, um einen eigenen Bürgernetzverein zu gründen. Im Herbst 1999 wird die Satzung für den Trägerverein und den Förderverein des „Bürgernetz in Diedorf“ kurz BiD genannt von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet.


TECHNICKENTWICKLUNG:
Im Februar erhöht Intel die Taktfrequenz des Pentium II zuerst auf 333 MHz und endete mit 450 MHz. Um auch den Markt für die Low-End-User abzudecken, kündigt Intel im Frühjahr den Pentium II Prozessor ohne Second-Level-Cache, mit dem Namen Celeron (engl. Celerytiy = Geschwindigkeit) an. Leider wurde bei den Tests namhafter PC-Magazinen festgestellt, dass der erste 266 MHz Celeron aufgrund des fehlenden L2-Cache langsamer seine Arbeit verrichtete als der Konkurrenz-Prozessor AMD K6-233 und sein Vorgänger aus dem gleichen Haus – der Intel Pentium 233 MMX. Dies konnte sich auch Intel nicht leisten und spendierte im August dem 300 MHz Celeron einen 128KByte großen L2-Cache direkt auf dem Prozessor. IBM gewinnt im Frühjahr 98 den Taktfrequenz-Wettlauf mit dem ersten Prototyp eines 1000 MHz bzw. 1 GByte Prozessor, welcher eine völlig neue Architektur aufweisen soll. Im Juni 1998 wird Windows98 ausgeliefert. Wichtigstes Merkmal dieser Version ist die Integration vom Internet-Explorer.


1999 – Das turbulenteste Jahr in der Geschichte des CoDi


Am 01.Januar 1999 geht unser Partnerverein das „Bürgernetz in Diedorf“ ins Netz. Nach diesem Kraftakt hätten wir eigentlich einen kleine Verschnaufpause verdient. Diese war uns leider nicht vergönnt, den unglücklicherweise hat der Freistaat Bayern im vierten Quartal 1998 die finanzielle Förderung der „Bürgernetze“ gestrichen. Zum andern senken die kommerziellen Provider Telekom, AOL & Co in ihrem Kampf um Marktanteile, das ehemalige hohe Preisniveau zu Beginn des Jahres 1998 bald monatlich dermaßen ab, so dass Ende 1999 fast kein Preisunterschied mehr zu den „Bürgernetzen“ besteht. Der Kampf um neue Mitglieder für das „Bürgernetz in Diedorf“ gestaltete sich deshalb dementsprechend schwierig.

Im Juni 1999 präsentierte sich das BiD und der CoDi auf einem gemeinsamen Stand der MediaMit (ehemaligen AudiCom). Staatsminister Erwin Huber besuchte unseren Stand und ließ sich unsere Aktivitäten im Internet erklären.

Als am 13. Dezember 1999 unser Server- und Webmaster Matthias Geirhos den CoDi-Server in München vom Netz nahm, um ihn in unserem Clubraum in Diedorf aufzustellen, erlitten wir einen Totalverlust unserer Daten. Somit war der CoDi ab diesem Tag nur noch mit einer wunderschönen einseitigen weißen Homepage im Internet vertreten – Just4Fun – also machte ich mich so schnell wie möglich ans Werk, um eine neue Homepage und ein neues Logo für den CoDi zu erstellen.

Am 26. Dezember 1999 um 3 Uhr früh, präsentierte sich der CoDi mit der neuen CoDi-Homepage im Internet. Über die Feiertage wurden auch unsere Vordrucke und die Briefvorlagen in einem einheitlichen Look mit dem neuen CoDi-Logo erstellt. Natürlich musste auch unser Server und unsere Client-PC`s im Club neu aufgebaut werden, deshalb trafen sich etwa 10 Mitglieder, um diese Aufgabe gemeinsam zu lösen.

In diesen Tagen entstand – wie in alten Zeiten, ein neuer Teamgeist, als der Club von vielen Mitgliedern erhalten und nicht nur von wenigen Machern beeinflusst wurde.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Kein Jahr ohne neues High-End-Produkt – nach den erfolgreichen Produktnamen Pentium, Pentium Pro, Pentium MMX und Pentium II, entschied sich Intel seinen neuesten Prozessor schlicht und ergreifend Pentium III zu benennen. Er verfügt über zusätzliche 70 Befehle, die speziell für Multimedia-, Video- Spracherkennungsanwendungen und Spiele für dementsprechenden Power sorgen sollen. Außerdem wurde diesem Prozessor eine Seriennummer eingepflanzt, die laut Intel die Abwicklung von Internetgeschäften sicherer machen soll ?? Die ersten Pentium III sollen 450 MHz und 500 MHz getaktet sein und bis Jahresende auf über 700 MHz gesteigert werden. Auch AMD kündigt für Februar 2000 sein Konkurrenzprodukt an, den K6-III mit dem Multimedia-Befehlssatz 3DNow.


2000 – Der CoDi erhält für das Millennium ein neues CoDi-Logo


Hallo liebe Computerfreunde – Willkommen im neuen Millennium

Noch bevor der Jahrtausendwechsel vollzogen wurde, prophezeiten selbsternannte Fachleute ein weltweites Chaos. Weil zu Beginn des Computerzeitalters Speicherplatz eine sehr wertvolle Rarität war, speicherte man Jahreszahlen nur zweistellig ab. Bereits Ende der 70er Jahre, haben Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass der Computer die Jahreszahl 00 als 1900 und nicht 2000 interpretieren würde. Viele Verantwortliche reagierten erst wenige Jahre oder Monate vor dem drohenden Jahretausendwechsel. Pessimisten malten ein Horrorszenarium aus, wie es Filmemacher nicht besser könnten. Datenverluste bei Banken, die eine Weltwirtschaftskrise auslösen –  Kernkraftwerke die durch Computerfehlfunktionen einen Supergau verursachen – und die totale Finsternis in der Silvesternacht. Viele jedoch ließen sich von diesen Stimmungsmachern nicht anstecken, glaubten nur an einen kleinen begrenzten Schaden und sie sollten recht behalten.

Nur eine Liebesbrief mit dem Namen „I Love You“ stiftete im April nicht nur bei privaten Anwendern erhebliches Unheil an. Viele Firmen erlitten durch diese E-Mail Schäden in Millionenhöhe. Sofort nach bekannt werden von „I Love You“, einem WinWord-Makrovirus, starten Mitglieder unseres Vereins Rundrufe, mit dem Erfolg, dass keines unserer Mitglieder durch diesen "Love Letter" ernstlich geschädigt wurde.

Wir haben das neue Jahrtausend unter den Leitsatz – Back to the Roots – gestellt und versucht alte Werte wieder zu beleben. „Zurück zu den Wurzeln“ das scheint dem CoDi hervorragend gelungen zu sein, denn so viele aktive Mitglieder wie heute hatte der CoDi seit sehr vielen Jahren nicht mehr. Zum ersten mal verspürten Heinz und ich wieder ein Gefühl der Zufriedenheit. In diesem Jahr haben wir uns ein Haustier angeschafft, einen Pinguin. Der Pinguin ist das Logo für das Betriebssystem LINUX, das immer mehr auch auf den heimischen PCs sein zuhause findet. Wir haben LINUX auf unserem Server installiert, seitdem versorgt unser Linux-Server die Clubcomputer, auf denen nach wie vor Windows und Windowsanwendungen unseren Mitgliedern zur Verfügung steht.

Bereits am 26. Dezember 1999 um 3 Uhr früh, präsentierte sich der CoDi mit dem neuen CoDi-Logo und der neuen CoDi-Homepage im Internet. Am 01. April 2000 ging zum erstenmal die neue Homepage „www.augsburg-land.de“ unseres Partnervereines, dem „Bürgernetz in Diedorf“ ans Netz. Und last but not least präsentierte sich am 1.September 2000 die komplett neugestaltete Homepage des Markt Diedorf, die in Zusammenarbeit mit dem Computerclub Diedorf entstand.


Am Freitag, den 10.März 2000 fand unsere Jahreshauptversammlung statt und ein Tagesordnungspunkt war die Neuwahl der Vorstandsmitglieder.

Die Mitglieder kamen, wie immer seit Bestehen des Vereins, einstimmig zu folgenden Ergebnissen.

1. Vorstand Heinz Rieder (wurde seit Bestehen des Vereins immer wiedergewählt)

2. Vorstand und Kassenwart Heinz Becker (hatte dieses Amt bereits 1995 –1996)

3. Vorstand und Schriftführer Rainer Hacia (ist neu in der Runde)

Am Ende dieses erfolgreichen Jahres zählt der CoDi über 340 Mitglieder, denen 11 PCs für Schulungen und Clubabende zur Verfügung stehen.


TECHNICKENTWICKLUNG:

Vor 66 Jahren tauchte der Urvater unserer heutigen Computer auf – der Z1 von Konrad Zuse. Der Z1, ein vollmechanischer Computer, stieß damals (wie heute) sehr schnell an seine Leistungsgrenze und so folgte dem Z1, der Z2, der Z3 und der Z4.

Nachdem die UdSSR 1957 den ersten Satelliten mit dem Namen Sputnik ins All schossen, ließ die USA von der  Denkfabrik „RAND Corporation“ ein Netzwerk mit dem Namen ARPNET entwickeln. Das kleine Netzwerk bestand 1969 aus vier Netzknoten. Im Jahr 1971 waren es 15 Knoten und ein Jahr darauf bereits 32 Knotenpunkte. Aus dem ARPNET wurde schließlich das INTERNET, welches nach Insider Schätzungen bis zum Jahr 2000 mehr als 250 Millionen Teilnehmer haben soll.

1974 erscheint der erste PC (Personal Computer) mit einem Intel 8080 Prozessor auf dem Markt – der MITS Altair 8800. Mit dem i8086er 16 Bit-Prozessor beginnt 1978 die Erfolgsstory der Firma Intel. Im Januar 1986 wird die erste deutschsprachige Version von Windows vorgestellt.


Am Freitag, den 20. März 1987 wurde der Computerclub Diedorf ins Leben gerufen.

Zum Ende des 20.sten Jahrhundert dominierten die Computer-Giganten Microsoft, Intel & Co. Im 21.sten Jahrhundert scheint sich das Blatt zugunsten der Konkurrenz zu entwickeln. Bereits im September 1999 stieß Macintosh mit dem G4-PowerPC-Prozessor mit 10,5 Millionen Transistoren und mehr als eine Milliarde Fließkomma Operationen pro Sekunde in eine bis dahin völlig neue Dimension vor, welche die Machtstellung von Intel gefährden könnte. Intel möchte den bereits 1999 vorgestellten Pentium IV-64 Bit Prozessor zum Sommer 2000 in Serie produzieren. Doch der in einem Dell-PC eingebaute Pentium IV mit 1,5 GHz kann nicht einmal den hauseigenen Pentium III schlagen, und schon gar nicht an die Leistung des neuen AMD-Prozessors heran reichen. Ende 2001 möchte AMD dann die Testphase für seinen neuen 2 GHz, 64 Bit-Prozessor mit dem Codenamen „Clawhammer“ abgeschlossen haben.

Noch nie waren leistungsstarke PCs so günstig wie heute. Für 1999,-- DM erhält man bereits von einem Markenhersteller wie Dell, einen Pentium III mit 133 MHz Frontside Bus, 128 MB SDRAM, 20 GB Festplatte, 32 MB 4xAGP Grafikkarte 48x CDROM oder einem 12x DVD Laufwerk mit Software (Windows Me, MS-Works Suite 2000, MS-Word 2000) und 3 Jahren Garantie.

Seit Jahren greift das US-Kartellamt und evtl. auch noch das  EU-Kartellamt Microsoft wegen Missbrauch seiner Monopolstellung an, in der Hoffnung das Unternehmen zu zerschlagen. Zum anderen macht das 1991 von dem 21 Jahre alten Finnen Linus Torvalds in nur 6 Monaten programmierte Betriebsystem Linux dem Monopolisten Microsoft immer mehr zu schaffen. Bezahlt man für Windows 2000 Professional DSP etwa 480,-- DM und für Windows 2000 Server für 5 Client`s immerhin 1500,-- DM, ist das Betriebssystem SuSE Linux 7.0 mit KDE 2.0 für 89,-- DM gerade zu ein Schnäppchen.

Im April 2000 ist die Nachfolgeversion von Windows NT – Windows 2000 auf den Markt gekommen. Microsoft, das etwa 90% aller Personal Computer mit seinen Betriebssystemen kontrolliert, startet mit Windows 2000 den Versuch die Konkurrenz (z.B. Unix, Linux) aus der Welt der Großrechnern zu verdrängen. Im September 2000 beginnt die Auslieferung von Windows Me. Anfang Oktober 2000 existiert bereits die erste Beta-Version von Whistler, in dem Windows 2000 und Windows Me verschmelzen werden. Den Codename Whistler wir das neue Betriebsystem jedoch nicht behalten, voraussichtlich wird es unter dem Namen Windows 2001 auf den Markt kommen - sofern es Microsoft schafft den Termin einzuhalten. Auch Corel schaffte es gerade noch rechtzeitig seine neuste Graphics Suite CorelDRAW 10 im November auszuliefern. Zum vektororientierten CorelDraw und dem pixelorientierten PhotoPaint gesellt sich das neuentwickelte Vektoranimationsprogramm Corel R.A.V.E. hinzu. Mit 1000 TrueType Schriftarten, 25000 Clipart-Bildern und 1000 hochaufgelösten Fotos, ist Corel nach wie vor eines der interessantesten Grafikprogramme auf dem Markt.

Multimedia ist zum Ende dieses Jahrhunderts mehr als ein Schlagwort geworden. Digitale Medien scheinen am Anfang des Millenniums mit einander zu verschmelzen. So sind Digitalkameras erhältlich, die die Funktion eines Fotoapparates, einer Videokamera und eines MP3-Player`s in sich vereinen (Fuji Finepix 40i für 1500,-- DM). Im November 2000 kam die Canon Powershot G1 mit einer Auflösung von 2048x1536= 3,1 Millionen Pixel, inklusive der Software für unter 2200,-- DM auf den Markt. Mit der 16MB Compact-Flash-Karte (CF) lassen außer Bildern auch Videos bis zu 30 Sekunden speichern. Die Casio QV-3000EX/IR kostet mit einer 8 MB Compact-Flash-Karte (CF) unter 1500,-- DM, zu Weihnachten jedoch wird diese Kamera im Bundle mit einer 340 MB Minifestplatte von IBM für nur 1900,-- DM angeboten. Die IBM-Microdrive sind von 340 MB (ca. 700,-- DM) bis 1 GB (1300,-- DM) erhältlich. Digitalkameras für den professionellen Einsatz mit 4 Millionen Pixel liegen zwischen 4000,-- und über 10000,-- DM.


2001 – Das "BiD" wird beerdigt und der CoDi übernimmt Aufgabenbereiche des BiD


Im Dezember 2001 beschlossen auf den Mitgliederversammlungen des "Bürgernetz in Diedorf" die Mitglieder die Auflösung der Vereine. Nachdem unser Partnerschaftsverein das BiD im Januar 2001 nicht mehr existieren wird, übernimmt der CoDi das Kursangebot des BiD. Zum anderen wurde im Dezember auf der Mitgliederversammlung des CoDi beschlossen, allen Mitgliedern eine kostenlose E-Mailadresse anzubieten. Die Seiten des CoDi und des Marktes Diedorf liegen nun auf dem Server des "Bürgernetzvereins Schwabmünchen", welcher auch unsere E-Mailadressen verwaltet. Nun - vielmehr ist über das sehr angenehmen CoDi-Jahr nicht zu berichten.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Das Jahr 2001 stand nicht gerade im Stern der High-End-Produkte, sondern vielmehr im Zeichen des Preisverfalls.

Kostete ein HP Office Jet G85 (drucken, scannen, kopieren und faxen) im Dezember 2000 noch stattliche 1290,-- DM, bietet HP ein günstiges Modell mit vergleichbaren Eigenschaften - den PSC 950 - für gerade mal schlappe 690,-- DM an. Wer kein Fax benötigt, bekommt mit dem PSC 750 eine Drucker, Scanner und Kopierer bereits für sagenhafte 550,-- DM. Ein weiterer Verkaufschlager wurden TFT-LCD Flachbildschirme. Im Dezember 2000 legte man für einen IIyama 15" LCD-Monitor 2100,-- DM und für einen 17" Bildschirm das Vermögen von 5800,-- DM auf den Ladentisch. Weihnachten 2001 legte der Weihnachtsmann einen IIyama 15" LCD-Monitor für 1000,-- DM und einen 17" Bildschirm für 1900,-- DM untern Weihnachtsbaum.

Bereits vor der Markteinführung von MS-Office XP im Juli 2001 erging ein Aufschrei unter der Microsoft-Gemeinde wegen der umstrittenen Aktivierungsmethoden von Billy`s Truppe, die auch bei der Einführung von Windows XP im Oktober 2001 nicht enden wollte. Bei der Installation ruft Windows XP die Seriennummern der im PC eingebauten Hardwarekomponenten (z.B. Prozessor, Festplattenkontroller, Festplatten, Netzwerkkarte) ab.


2002 – Ein ruhiges Jahr


Im Rückblick ist das Jahr 2002 ein sehr ruhiges Jahr gewesen und hätte uns vor allem die Hardware unserer Clubrechner keine Streiche gespielt, wüsste ich gar nicht was ich in unserer CoDi-Chronik schreiben sollte.

Im zweiten Halbjahr 2002 waren wir damit beschäftigt die clubeigenen PCs auf "Windows XP" um zustellen. Nachdem der erste Versuch "Windows XP" auf unseren Rechnern zu installieren kläglich scheiterte, übernahm Rainer und ich diese Aufgabe. Dazu musste eine Referenzinstallation auf einem PC erfolgen ("Windows XP" mit Benutzerrechten und Anwendungsprogrammen), welche auf die anderen Rechner übertragen werden konnte. Neun PCs konnten mit dieser Methode neu installiert werden, die restlichen Rechner verweigerten die Installation. Drei PCs konnten erst nach einem BIOS-Update dazu überredet werden, die Referenzinstallation anzunehmen. Bei zwei weiteren PCs konnte wir kein BIOS-Update durchführen (Herstellerfirma insolvent), so dass wir diese mit neuen Motherboards ausstatten werden.

Diese Umstellung gestaltete sich wesentlich schwieriger als erwartet, so dass Rainer und ich den Mitgliedern des CoDi nur sehr begrenzt zur Verfügung standen. Diese Aufgaben wurden dann vor allem von Heinz, Michael, Harald, Dieter und Volker übernommen.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Mit viel Jubel wird am 1.Januar 2002 der €uro eingeführt - zum Ende des Jahres kommt die Ernüchterung. Nicht gerade wenige tauschten bei den Preisen nur das Währungssymbol aus, was die Verbraucher in ganz €uropa verärgert und zu einer Kaufzurückhaltung bewegte. Das spüren alle - auch die, die sich nicht an der fiesen Preiserhöhung beteiligt haben. Am Ende des Jahres kommt es dadurch zu massiven Preisstürzen, um doch noch mit einem einigermaßen guten Geschäftergebnis abzuschließen.

Die Neuigkeit auf dem elektronischen Welt, bestimmen vor allem Notebook und Handy. Im Oktober 2002 bringt Medion den Notebook Microstar MD5061 für nur 1700,--€ mit beeindruckenden Leistungsdaten auf den Markt. Es ist der erste Notebook mit dem "Radeon-Mobility 9000 Grafikchip", welcher DirectX 8.1 unterstützt. Der 2,4 GHz schnelle Pentium 4 mit 512 MB DDR-RAM, einem Combo-Laufwerk (CD-RW und DVD), 40 GB Festplatte, vier USB 2.0 und Firewire halten mit einem Desktop PC locker mit. Für gerade mal 1100,--€ bekommt man den Desktop PC "Dell Dimension 4550" mit einem 2,5 GHz Pentium 4 Prozessor, 512MB RAM und einer 120 MB großen Festplatte. Ein Highlight ist der 4fach DVD-Brenner und die "Radeon 9700", eine der schnellsten Grafikkarten auf dem Markt.

Im Ring stehen zwei Standards, nämlich DVD- RW (minus z.B. Toshiba, Pioneer) gegen DVD+ RW (plus z.B. Ricoh, NEC, Philips), die im Januar 2002 zwischen 600,--€ und 800,--€ und deren Nachfolgermodelle im Dezember 2002 nur noch zwischen 280,--€ und 350,--€.kosten.

Für die neue Handygeneration stehen Namen wie Siemens S55 Cam, Panasonic GD87, Nokia 3650 und 6800. Der Konkurrenzkampf zwischen den deutschen Netzbetreibern (z.B. Vodafone, T-Mobile, E-Plus) um Marktanteile beschert den Kunden attraktive Tarife und irre Hightech-Geräte. Ein Highlight der neuen Handygeneration sind die Farbdisplays. Viele Geräte sind mit einer eingebauten oder einer ansteckbaren Kamera ausgestattet. Das Farbdisplay des Siemens S55 Cam hat eine Auflösung von 101x64 Pixel bei 256 Farben (ca. 550,--€ ohne Vertrag und 220,--€ mit Vertrag). Mit 208x320 Pixel und 4096 Farben, sowie einer MS-Office Organizerfunktionen ist das Sony/Ericsson P800 ein kleiner Leckerbissen (ca. 850,--€ ohne Vertrag und 520,--€ mit Vertrag).


2003 – Der CoDi hat sich einen kleinen Pinguin angeschafft, mit dem Namen "TUX"


Der kleine Pinguin "TUX" wird langsam erwachsen, so dass jeder mit Ihm spielend umgehen kann. Ach ich habe wohl vergessen zu erwähnen, dass "TUX" das Maskottchen der LINUX-Gemeinde ist. Im Gegensatz zu früheren Versionen von Linux sind die Versionen SuSE 8.2 und die im 4.Quartal erschienene SuSE 9.0 Distribution nicht nur easy zu installieren, sondern auch einfach zu bedienen. Nur wer tiefer in LINUX eindringen möchte, muss sich mit dem Betriebsystem auseinander setzen. Dafür erhält man für etwa 80,--€ nicht nur ein sehr gutes Betriebssystem, sondern auch noch das komplette kostenfreie "Open Office" inklusive "Cross Over". Wer auf "MS Office" aus irgendwelchen Gründen nicht verzichten will oder kann, erhält mit dem Programm "Cross Over" die Möglichkeit "MS-Office" unter Linux zu installieren.

Alle 10 Rechner sind mit jeweils zwei Wechselrahmen-Festplatten ausgestattet, auf der einen Festplatte ist WindowsXP-Professional mit MS-Office 2003 und auf der anderen Festplatte ist Linux SuSE 8.2 installiert, welches im nächsten Jahr durch SuSE 9.0 ersetzt wird.

Aufgrund des mörderischen Preiskampfes war wieder einmal ein Bürgernetz zum Sterben verurteilt - dieses mal war es das  "Bürgernetz Schwabmünchen" - für welches wir uns nach der Aufgabe unseres "Bürgernetz in Diedorf", aus dem Gedanken, ehrenamtliche Vereine zu unterstützen entschieden hatten. Um allen unseren Mitgliedern, so kann man in dieser rasanten Welt nur hoffen, einen künftigen festen E-Mailwohnsitz zu gewährleisten, haben wir uns im September 2003 für einen der größten Internet Provider in Deutschland entschieden. Die Firma "Schlund & Partner" ermöglichte uns darüber hinaus, die Verwaltung unser E-Mail-Adressen selbst zu übernehmen, inklusiv Virenschutz.

Als verfrühtes Weihnachtsgeschenk, brache uns eine gut Fee ein Notebook mit DVD-Brenner, einen 19" TFT-Monitor und vier neue  Schulungsrechner, ebenfalls mit DVD-Brennern.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Dieses Jahr endet mit einem großen elektronischen Feuerwerk für alle Technik Freaks. AMD überflügelt Intel mit dem ersten 64-Bit Prozessor, Linux macht Microsoft das Leben schwer und der PC macht es sich im Wohnzimmer gemütlich.

Welch ein Desaster für Microsoft, ausgerechnet am Stammsitz München will man sich von Microsoft Software trennen und auf Linux umsteigen und immer mehr Abtrünnige folgen, wie beispielsweise die Polizei von Niedersachsen mit 11000 PCs.

Die größte Überraschung am Jahresanfang war wohl Knoppix, eine direkt von CD lauffähige Linux-Distribution, die Klaus Knopper kostenlos in der Version Knoppix 3.3 im Internet (www.knoppix.net) zur Verfügung stellt.

Eine Überraschung für die Linux-Gemeinde war wohl auch die Anfang November bekannt gewordene Übernahme des Nürnberger Linux-Distributor SuSE zum Preis von 210 Millionen Dollar durch Novell. Der dritte im Bunde ist IBM, die Novell eine Investitionshilfe von 50 Millionen Dollar zur Verfügung stellte.

Nach Aussage von Microsoft ist der Lebenszyklus eines Betriebssystems 3-5 Jahre, danach ist Schluss mit dem Support. Im Juli 2001 wurde MS-Office XP vorgestellt und bereits zwei Jahre später erscheint im Oktober MS-Office 2003 - ein Wahnsinn - noch bevor man sich in das alte Programm eingearbeitet hat, erscheint ein neues.

Eine gute Nachricht - wenn sie denn aufrichtig gemeint ist - stellt die Millionen Dollar schwere Kampagne von Microsoft gegen die "Virtuellen Kriminellen", wie beispielsweise die Verbreiter des Virus Lovesan und Sobig dar. Um Schädlinge dingfest zu machen, erhält ein Kopfgeldjäger bei Erfolg 250.000 Dollar.

Im Oktober 2003 läutet AMD mit ihrer neuentwickelten CPU-Generation "Athlon 64-Bit" und 2,4 GHz ein neues Computerzeitalter ein. Noch brandheiß aus der AMD-Schmiede, ist der "Athlon 64-Bit" bereits im ersten Notebook "Q8M Power 64DX" von Yakumo für gerade mal 1600.--€ implantiert.

Diese neue PC-Generation benötigt jedoch auch ein Betriebssystem mit 64-Bit Architektur und hier steht SuSE Linux 9.0 Professional pünktlich zur Erscheinung des "Athlon 64-Bit" zur Verfügung.

Soeben hat die Eroberung des Wohnzimmers durch den PC begonnen. Einen Multimedia PCs gibt es bereits ab 800,--€. und dieser ersetzt Fernseher, Satellitenreceiver, Videorecorder, Radio und Stand-Alone DVD-Recorder. Eine übersichtlichere Benutzeroberfläche und eine Fernbedienung vereinfachen die Bedienung. Für Notebooks werden USB-Lösungen angeboten.

Zum Tod des Fernseher trägt der Preisverfall bei Beamern, Plasmabildschirmen und Rückwandprojektoren bei. Im November kann man sich den Traum vom Großbildschirm mit dem Kauf eines  NEC VT46 LCD-Projektor bei einer Auflösung von 800x600 bei 1200 ANSI-Lumen für 1200,--€ erfüllen.

Löhnte man bisher für eine digitale Spiegelreflexkamera mindestens 2000.--€, so läßt Canon mit seiner 6,3 Megapixel Spiegelreflexkamera EOS 300D für gerade mal 1100.--€ das Herz jedes ambitionierten Fotoamateurs höher schlagen. Den ersten bezahlbaren USB 2.0-Memory-Stick mit 1,5GB für sagenhafte 200,--€, den HS-100 von MPIO kann der Weihnachtsmann im Dezember gerade noch rechtzeitig ordern.

"Geiz ist geil" und so ist es nicht verwunderlich, dass ein 19 Zoll TFT-Monitor zum Ende dieses Jahres für schlappe 600,--€ über den Ladentisch gereicht wird.


2004 – Goliath alias "Bill" hat Angst vor David alias "Tux"


Kurz nachdem Klaus Knopper im November 2004 die knapp 700 MB große, kostenlose Live-Distribution-CD "KNOPPIX 3.7" freigegeben hat, haben wir diese auf unseren Clubrechnern installiert. Bevor Knoppix auf einer freien Festplattenpartition (3GB freier Festplattenplatz sollten zur Verfügung stehen, da Knoppix ca. 1,7GB belegt) neben Windows seine Heimat findet, sollte das - auch ohne Installation - direkt von CD laufende Knoppix ein wenig ausprobiert werden. Die Installation sollte dann auch für Ungeübte problemlos ablaufen. Wird beim Booten des PCs keine Auswahl des Betriebssystems getroffen, startet der Bootloader "LILO" standardmäßig Linux, mit wenigen Handgriffen kann jedoch "LILO" veranlasst werden, zuerst Windows zu laden.


TECHNIKENTWICKLUNG:

Linux wird für den Fast-Monopolisten Microsoft zur größten weltweiten Herausforderung. Nach Presseberichten hat die Stadt München 2003 den Umstieg auf Linux angekündigt und will im Sommer 2005 mit der Umstellung von Windows auf "Linux" beginnen. Diese Migration erweckt nicht nur nationales, sondern auch internationales Interesse, daher präsentiert die Bayerische Landeshauptstadt auf der "Systems 2005" den aktuellen Stand des Projektes.

Wegen Sicherheitsbedenken und der nicht unbegründeten Angst, dass sensible Daten von Microsoft auch an US-Behörden (z.B. US-Militär) weiter gegeben werden könnten, haben auf dem asiatischen Kongress in Singapur u.a. die Regierungen von China, Japan und Südkorea den Einsatz von Linux und dessen Weiterentwicklung beschlossen. Steve Ballmer konnte die Asiaten nicht davon überzeugen, dass Microsoft weit sicherer sei als jede "Open-Source-Software", was ihn wohl dazu bewegte, die Behauptung auszusprechen, dass Linux gegen mehr als 228 Patentrechte verstoße.

Die Befürchtung, nach einem Update von Microsoft ausspioniert zu werden, dürften wohl auch viele andere Benutzer mit den Asiaten teilen. Das langerwartete "Service Pack 2" von Microsoft sollte vor allem Sicherheit bringen. Statt dessen behindert es mehr den User als die Fieslinge, die dem eigenen Rechner schaden wollen. Sicherheitsprogramme von Drittanbietern sind deshalb weiter unerlässlich. Weitere Feindschaft schafft sich Microsoft mit der Ankündigung in "Longhorn" u.a. Brennsoftware, Multimediasoftware und Sicherheitsprogramme zu integrieren, Dritthersteller von Windows-Software würden somit aussterben.

Auch wenn die kostengünstige Internet-Telephonie "VoIP" (Voice over Internet Protocoll) noch in den Kinderschuhen steckt, möchte die Regulierungsbehörde in Deutschland eine eigene Vorwahl mit der Rufnummer "032" ab Januar 2005 bereit stellen.

Nach dem die Mutter aller Personal Computer - IBM - in einem spektakulären Deal nach dem Verkauf der Festplattenproduktion an Hitachi jetzt auch noch die PC-Fertigung an die bis dahin kaum bekannte chinesische IT-Firma "LENOVO" verkaufte, steigt LENOVO zum drittgrößten PC-Hersteller der Welt auf. "Big Blue" behält jedoch einen Beteiligung von 18 Prozent am neuen Computerriesen.

Die unglaublich niedrigen Arbeitslöhne in China üben einen so enormen Druck auf die weltweiten Hersteller aus, dass von den 500 größten Unternehmen bereits mehr als 400 ein Standbein in China aufgebaut haben.

Der Preisverfall bei allen Produkten setzt sich weiter fort. So muss man im Dezember 2004 für eine 3,2 Megapixel Digitalkamera Olympus Camedia D 395 gerade noch 79,--€ und für die 5 Megapixel Digitalkamera Kodak CX 7525 gerade mal 199,-- € berappen.

Kostete 2003 die 6,3 Megapixel Spiegelreflexkamera EOS 300D noch  1100.-- €, so sind es im Dezember 2004 nur noch 899,-- €. Für den MiniDVD-Camcorder Canon MV 690 mit 18fach optischem Zoom entschwinden nur 299,-- € aus dem Geldbeutel. Der LCD-Fernseher Thomson 30 LB 020 mit Bildschirmdiagonale von 76 cm und der WXGA-Auflösung 1280x768 kostet 1499,-- €. Ging ein USB-Speicherstick 2.0 mit 256MB im Frühjahr 2004 noch für ca. 89,-- € über den Ladentisch, so zahlt man im November 2004 für den kleinen 1GB-Stick SilverPearl gerade mal 79,-- €. Für 89,--€ erhält man den DVD-Double-Layer Traxdata RW 3520 Dual (8,5GB).

Mit dem Pentium IV "Prescott 570J mit 3,8GHz" verabschiedet sich Intel von der Prozessor-GHz-Hitzeschlacht. Der im Dezember 2004 angekündigte neue Bluetooth Standard 2.0 steigert die bisherige Transferrate von 1MBit/s auf 3MBit/s.

Im Oktober 2004 betreten die handtellergroßen Camcorder-Multitalente JVC Everio GZ MC 100 und GZ MC 200 die Bühne. Für ca. 1100,-- € erhält man einen Zwitter aus Camcorder und Digitalkamera. Auf das mitgelieferte 4GB große Micro-Drive (CF) können bei der besten Auflösung von 2 Megapixel (UXGA 1600x1200) etwa 5500 Fotos gespeichert werden oder im Ultra-Fine-Modus im MPEG2-Format (720x576) bis zu 60 Minuten Film aufgenommen werden. Wem die Speicherkapazität nicht genügt, der kann in dem zusätzlichen Speichersteckplatz eine SD-Karte einschieben.


2005 – Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber verleiht Heinz Rieder das
           "Bayerische Ehrenzeichen"


Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber hat unserem Vereinsvorsitzenden Heinz Rieder in Anbetracht der geleisteten Arbeit für unseren Club und dessen Mitglieder das „Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ verliehen.

Damit hat seine 18 jährige Tätigkeit und Hilfe bei der Einführung und Verbreitung der elektronischen Datenverarbeitung in allen Teilen der Bevölkerung die verdiente Anerkennung gefunden. Viele Mitbürger profitierten von den Kenntnissen unseres „Bosses“, wenn der private Rechner Wehwehchen hatte. Dies beweist sich jede Woche erneut, wenn uns die „Patienten“ am Clubabend vorgestellt und später meist als „geheilt“ entlassen werden. Wir freuen uns über die Ehrung von Heinz und gratulieren Ihm und seiner Familie recht herzlich.


TECHNIKENTWICKLUNG:

Von September bis Dezember 2005 kann sich die Open-Source-Gemeinde über die zahlreichen Neuerscheinungen rund um LINUX erfreuen. So steht endlich das langersehnte Büropaket "Open Office 2.0" (für Linux und Windows) zum Download bereit. Die gesamten Büroanwendungen, insbesondere aber das Textverarbeitungsprogramm "Writer" und das Tabellenkalkulationsprogramm "Calc" erfuhren eine gründliche Überarbeitung. Das besondere Highlight von Open Office 2.0 ist die neue Datenbank "Base", die eine ernste Kongruenz für Microsoft "Access" werden kann. Neu überarbeitet präsentiert sich auch Knoppix 4.0 und Suse Linux 10.0 zum Ende diesen Jahres.

Asien macht ernst mit LINUX, so berichtet die Zeitschrift Easy Linux 12/2005 -  "Die chinesische Provinz Jiangsu plant, nicht weniger als 141.624 PC`s an Schulen mit Linux auszustatten". Weiter wird in dem Bereicht erwähnt, dass hierbei eine Debian basierte Distribution RAYS LX des chinesischen Herstellers Sun Wah Linux zum Einsatz kommen soll.
Verkaufsschlager in diesem Jahr waren sicherlich die mobilen Navigationsgeräte. Wenn eine angenehme Frauenstimme sagt "Bitte nehmen sie die zweite Ausfahrt des Kreisverkehrs" ist es doch viel angenehmer, als angestrengt auf die Hinweisschilder zu warten und bei der Vielfalt von Informationen doch oft den Überblick zu verlieren.

Da bleibt es auch nicht aus, das die kleinen Wegweiser  oft weibliche Kosenamen wie "Tussi", "Susi" oder "Lilli" bekommen. Das richtige Navigationsgerät zu finden ist bei der Auswahl der verschieden Geräte gar nicht so einfach. Es gibt Geräte die nur für die Navigation bestimmt sind, sogenannte PNA wie das brandneue MEDION MD 96800 mit Samsung 266 MHz Prozessor und Windows CE 4.2 Betriebssystem von Aldi für gerade mal 299,-- €. Im Lieferumfang enthalten ist der Navigator 5.1 von Navigon mit Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und Schweiz. Ein PDA ist ein kleiner Bürocomputer, der außer Termin- und Adressdatenbank auch mit einer Navigationssoftware erhältlich ist, die Preise für derartige Geräte liegen zwischen 300,-- € und 500,-- €. Genial ist die Kombination von PDA und Handy, das "Smartphone" wie beispielsweise der VPA III mit einem XScale PXA 263, 400 MHz Prozessor und Windows PC Phone Edition 2003 SE von Vodafone. Er kostet am Ende dieses Jahres mit Vertrag 339,-- € und ohne Vertrag 739,-- €. Mit der Navigationssoftware TomTom 5 müssen mit Vertrag 519,-- € und ohne Vertrag 939,-- € berappt werden. Er benötigt wie die meisten PDA´s einen zusätzlichen GPS-Empfänger. Um Kabelsalat zu vermeiden ist ein Bluetooth-GPS-Empfänger mit dem neustem Sirf III Chipsatz für etwa 100,-- € bis 150,-- € empfehlenswert. Wer sich nachträglich eine Navigationssoftware anschaffen will, muss für den Navigator 5 von Navigon mit Deutschlandkarte 129,-- € ausgeben. Dagegen ist der Destinator PN mit dem Kartenmaterial von Westeuropa für 126,-- € ein Schnäppchen. Am Heiligen Abend liegen bei so manchem auch Pocket-PCs unterm Weihnachtsbaum, aktuelle Geräte noch mit "Windows Mobile 2003" und die neusten PDAs mit dem neuen Betriebsystem "Windows Mobile 5.0".

Im November spitzelt bei Aldi aus dem Obst- und Gemüseregal ein absoluter Supercomputer heraus - der Medion MD 8800 - und keiner streitet um den Verpackungsinhalt. Dem Testsieger wurde ein 3 GB Dual-Core Prozessor (Intel Pentium D 830) auf dem "MSI MS -7204" Motherboard implantiert und das für schlappe 999,-- € . Beeindruckend ist der 1GB große Arbeitsspeicher, die 233 GB Festplatte und als Besonderheit der Einschub einer externen Medion-Festplatte auf der Oberseite des PC-Gehäuses.


2006 – „Open Source" Computerkurse werden im CoDi immer beliebter


Dieses Jahr wurden viele Computerkurse mit „OpenSource-Programmen", sog. „freie Software", statt mit kommerziellen Programmen abgehalten. Nachdem wir sehr gute Erfahrungen mit dem Büroprogramm „Open Office 2.1.0" sammeln konnten, entschlossen wir uns, die Kurse mit Word, Excel und PowerPoint durch Writer, Calc und Impress zu ersetzen. Statt des Grafikprogramms Corel PhotoPaint kam Gimp 2 zum Einsatz. Vielleicht wird gerade Microsoft neues Betriebssystem „Windows Vista", freier Software und LINUX zum Erfolg verhelfen. Wir wollen ab dem nächstem Jahr mit LINUX-Kursen ein wenig dazu beitragen. Unsere Stolperfallen im Clubraum gehören jetzt der Vergangenheit an, seit wir alle PCs mit WLan-USB-Sticks ausgestattet haben.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Im Frühjahr stellte Klaus Knopper KNOPPIX 5.0 zum Download zur Verfügung. Seine Programmsammlung verfügt über das neueste „OpenOffice 2" und einer aktuellen Version von „GIMP 2". Zu Beginn des neuen Jahr tauchten in Notebooks auch die ersten „Dual Core" Prozessoren auf. Im April 2006 stellte Toshiba den Satellite P100-191 vor. Er besaß einen Intel Core Duo T2400 mit 1,83 Ghz, einem Frontsidebus mit 667 GHz und 1024 MB RAM. Der eigentliche Leckerbissen neben den Doppelkernprozessoren war die 160 GB große 4200U/Min schnelle 2,5 Zoll Fujitsu Festplatte und die 256 MB NVIDIA GeForce Go 7900 Grafikkarte, die dem 17 Zoll TFT-Monitor zu einer Auflösung von 1440x900 Pixel verhalf. Dieses schicke Notebook hatte natürlich seinen Preis, nämlich 1799,-- €. Notebooks mit 15 und 17 Zoll Monitoren, 80 bis 100 GB Festplatten mit 128 MB Grafikarten lagen bei 900,-- € bis 1400,-- €.
Zum Jahresende kostet ein vergleichbares Toshiba P100-191 Notebook nur noch 1300,-- € und für das Samsung Notebook Malaido mit Duo Core 1,6 Ghz, 1024 MB RAM, 128 MB ATI Radeon Xpress 200 M Grafikkarte und 120 GB Festplatte löhnte man im Dezember 2006 schlappe 799,-- €.

Vor allem die Spielehersteller treiben die Entwicklung durch immer größere Anforderungen an die Hardware in einem extremen Tempo voran. Bis zum heutigen Tag verbraucht keine andere Software mehr Ressourcen als die aktuellen Spiele. In der Zukunft könnte ein Verkaufsgespräch vielleicht so oder so ähnlich verlaufen, Verkäufer: „... Half Life 2 – bitte schön - macht 799,-- €. In der Spielepackung befindet sich natürlich der entsprechende Power-PC fürs Spiel". Beim Erscheinen von dem Spiel Splinter Cell 2002 waren die Anforderungen an die Hardware des PC noch verhältnismäßig gering, was man am benötigten Installationsvolumen von 1,5 GB erkennen kann. 2005 wurden 4 GB freier Festplattenspeicher verlangt und nur ein Jahr später das Doppelte, nämlich 8 GB.

Mindestanforderungen und empfohlenen Hardwarevoraussetzungen
Splinter Cell (November 2002)
Windows 98/ME/2000/XP, 800 MHz Pentium III, 256 MB RAM, 32 MB Grafikkarte, 1,5 GB Festplattenspeicher, 8fach CD-ROM.
Splinter Cell „Pandora Tomorror" (März 2004)
Windows 98/ME/2000/XP, 1 GHz Pentium III, 128 MB RAM, 32 MB 3D-Grafikkarte, 2 GB Festplattenspeicher, 8fach CD-ROM.
Splinter Cell „Chaos Theory" (März 2005)
Windows 2000/XP mit DirectX 9.0c, 1.5 GHz Pentium III empfohlen 2,2 Ghz Pentium IV, 256 RAM empfohlen 512 MB RAM, 64 MB Grafikkarte empfohlen 128 MB Grafikkarte, 4fach DVD-ROM, 4 GB Festplattenspeicher.
Splinter Cell „Double Agent" (Oktober 2006)
Windows XP mit DirectX 9.0c, 3 Ghz Pentium IV empfohlen Doppelkern Prozessor, 1 GB RAM, 128 MB Grafikkarte empfohlen 256 MB Grafikkarte, 4fach DVD-ROM, 8 GB freier Festplattenspeicher.


2007 – Der CoDi feiert seinen 20.Geburtstag


Happy Birthday dear CoDi“ - und so kamen am 17. März 2007 mehr als 70 Mitglieder zum Gratulieren und Feiern in die Gaststätte Fendt. In gemütlicher Atmosphäre ließ unser erster Vorstand Heinz Rieder die vergangen 20 Jahre Revue passieren. Damit das Knurren der hungrigen Mägen die Musik der 60er nicht über tönte, wurde das Büffet eröffnet.

Anschließend erhielten die Gründungsmitglieder Irene Rieder, Günter Hack, Heinz Rieder, Ludwig Dorer, Peter Gründler und Gerhard Wagner eine Urkunde. Nachdem der CoDi sich 10 neue PCs zulegte, spendete er dem Schulverband Diedorf 10 moderne 2,8 GHz Rechner.
Fotos und mehr zu dieser gelungenen Geburtstagsparty am 17. März 2007 findet Ihr auf der Webseite „Clubleben“.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Warten auf Apple`s iPhone – Tagelang lauerten Amerikaner vor den Telefonläden, um beim Verkaufsstart am 29. Juni 2007 ein iPhone zu ergattern. Die deutsche Fan Gemeinschaft musste sich jedoch bis zum 9. November 2007 gedulden, bevor sie nach Abschluss eines Exklusivvertrages bei der Telekom das kleine Eintasten-Multimedia-Smartphone für stolze 399,- € in den Händen halten konnten. Dazu kommen noch 25,- € Anschlußgebühr und eine monatliche Grundgebühr von 49,- €, 69,- € oder 89,- € für zwei Jahre. In zwei Jahren kommen je nach Vertrag happige 1600,- €, 2080,- € oder 2560,- € zusammen und kann über die Vertragszeit hinaus nur über das T-Mobile Netz (Sim-Sperre) weiter betrieben werden. Als Betriebssystem dient ein angepasstes Mac OS X. Der 3,5-Zoll-Touchscreen löst mit üblichen 320x480 Pixel auf. Das iPhone besticht durch seine vorbildliche Benutzerführung und dem 8 Gigabit großen Speicher für Fotos und Musik. On board ist auch eine 2-Megapixel-Kamera für spontane Fotomotive. Surfen kann man über das Mobilnetz nur mit der lahmen EDGE-Internetverbindung oder über WLAN. Eine schnelle Internetverbindung via UMTS, wie sie in Asien und Europa Standard ist, gibt es beim iPhone nicht. Da die Amerikaner die Versendung von Fotos per Handy nicht kennen, müssen die Europäer auf MMS verzichten. Obwohl das iPhone über Bluetooth verfügt, ist ein Datenaustausch nicht möglich. Somit ist das iPhone eher für Multimedia Fans als für Business Anwender gedacht.

Als Windows 98 von Windows XP abgelöst wurde, verabschiedete sich Microsoft von MS-DOS. Windows XP wurde ein großer Erfolg für Microsoft – für dessen Nachfolger, Windows Vista (Verkaufsstart am 30.Januar 2007) hingegen entscheiden sich jedoch nur wenige Käufer. Firmenkunden entscheiden sich wegen Kompatibilitätsproblemen mit Fremdprogrammen und Hardware für Windows XP. Auch die stark geänderte Benutzeroberfläche schreckt viele Windows User ab. Dies bewog Microsoft, vor allem Geschäftskunden die beim Neukauf eines PCs ein vorinstalliertes Windows Vista vorfinden, die Möglichkeit auf ein Downgrad zu Windows XP zu ermöglichen.

Außer dass sich durch den enormen Konkurrenzdruck die PC-Hardware ständig verbilligte, gab es keine besonderen Highlights. Kostete 2006 ein Toshiba Satellite P100-191 noch 1799,- €, so legt man für ein ähnliches Modell von HP (dv9775eg), mit noch besseren Leistungsdaten schlappe 999,- € hin. Dafür bekommt man einen Intel Core2 Duo mit 2GHz, 800 MHz FSB, 2048 MB RAM, 250 GB Festplatte und eine NVIDIA GeForce 8600 MGS Grafikkarte mit 512 MB Video RAM. Kostete ein Fachbildschirm LCD-Fernseher mit 94 cm (37“) und einer Auflösung von 768x1366 Pixel noch vor einem Jahr über 1600,- €, so ist das aktuelle Angebot in den ersten Tagen im Neuen Jahr für einen Toshiba LCD-TV 37X3030DG mit einer Auflösung von 1920x1080 (Full HD) bei 999,- €. Und eine 2GB SD-Karte von Toshiba kostet nur noch 12,- €.

Neues gibt es jedoch vom PDA-Phone Markt, hier gibt es zwei kleine Leckerbissen, das Eten Glofiish X800 und das Toshiba Portege G900 mit dem neuen Betriebsystem Windows Mobile 6 Professional. Üblicher weise haben PDAs eine Bildschirmauflösung von maximal 320x240 – das ETEN Glofiish X800 bietet jedoch eine doppelt so hohe Auflösung, nämlich 640x480 (VGA) bei einem 2,8 Zoll Display und Farben 65536. Kaum zu glauben, aber das Toshiba Portege G900 überbietet mit einer sensationellen Auflösung von 800x480 Pixel bei einem 3 Zoll Widescreen Display mit Farben 65536 das Eten-Smartphone. Das Eten Glofiish X800 ist mit einem GPS SIRF3 Chip ausgestattet, dafür hat es keine Schiebetastatur wie das Toshiba Portege G900. Im Eten Glofiish X800 werkelt ein Samsung SC32442 Prozessor mit Megahertz 500 MHz unterstützt von 128 MB ROM und 64 MB RAM. Das Toshiba Portege G900 arbeitet mit einem Intel XScale PXA270 Prozessor mit Megahertz 520 MHz, 128 MB ROM und 128 MB RAM. Im Gegensatz zum iPhone sind diese beide PDA-Phone hervorragend für Business Anwender geeignet.

 

2008 – Ein ruhiges Jahr im CoDi

Auch in diesem Jahr hat der CoDi dem Schulverband Diedorf zehn 19" TFT-Monitore gespendet. Im Gegenzug hat der CoDi für die Schulungscomputer zehn neue 22" Wide-Screen-Monitore angeschafft. Im Dezember 2008 hielt eines unserer jüngsten Mitglieder, der 14 jährige Thorben Fendt seine ersten Kurs im Club mit Bravour ab - sein Thema  war "Homepage für Einsteiger". Ansonsten haben wir ein ruhiges Clubjahr hinter uns gebracht.


Bis Dezember 2008 hatte Microsoft noch die Bastionen Windows (Betriebssystem), MS-Access (Mitgliederdatenbank) und MS-Frontpage mit der ich unsere Internetseiten erstellt habe.

Es gab aber immer wieder Schwierigkeiten wenn ich die Homepage bearbeiten wollte. Dann dazu brauchte ich immer einen PC mit der gleichen MS-Frontpage Version. Das gleiche Problem gab es auch bei unserer MS-Access Datenbank. Da alle Vorstände die gleiche Datei benutzen, mussten alle die gleiche Version verwenden, denn wenn einer die Datei nach der Bearbeitung mit einer höheren Version gespeichert hatte, konnte der nächste sie nicht mehr öffnen oder verändern (z.B. aufgrund neuer Funktionen)

Bei Open Source Software (z.B. Open Office) installiert jeder lediglich die neueste Version der gemeinsam genutzten Software und schon klappt der Datenaustausch wieder – OHNE – lästige Aktivierung und Registrierung.

Über die Weihnachtsfeiertage habe ich jetzt mit dem „Open Office 3 HTML-Editor“ unsere CoDi-Homepage komplett neu aufgebaut. Auch unsere Mitgliederdatenbank wird in den nächsten Wochen von MS-Access nach „Open Office Base 3“ portiert. Im „Neuen Jahr“ werden wir dann auch voraussichtlich die Internetseiten, auf der Informationen und Anleitungen zu „Open Source“ Programmen (z.B. OpenOffice, Gimp, Firefox, Thunderbird und Linux) zur Verfügung stellen, mit dem dynamischen „Content Management System“ Joomla (CMS) neu aufbauen.


TECHNIKENTWICKLUNG:
Vista-Nachfolger Windows 7 schon im April 2009 fertig? titelte es in der Dezember Zeitschrift von "PC-Welt" unter Top-News. Microsoft arbeitet fieberhaft an dem überarbeitetem Betriebssystem, um die verlorenen Kunden zurück zu gewinnen. Doch die "Open Source" Gemeinde macht Microsoft immer mehr zu schaffen. Viele User steigen bereits auf freie unter Windows installierbare Programme um. Dazu gehören unter anderem die neusten Versionen von Open Office 3, Firefox 3, Thunderbird 2 und Gimp 2.6. Aber auch die Betriebsysteme Linux Distributionen Fedora 10, Open Suse 11, (K)Ubuntu 8.04 und 8.10 sind Windows dicht auf den Fersen.
Der Renner dieses Jahres waren die Anfangs 2008 erschienenen Eee-PCs, die weniger als ein Kilogramm wiegen und etwa 22x17x2 cm klein sind. Einer der ersten Netbooks war der Asus 701, dessen Display stellt bei 7 Zoll immerhin 800x480 Pixel dar, ausreichend fürs Internet und kleinere Officeanwendungen. Nachdem der Celeron Mobile 900 MHz Prozessor nicht gerade zu den Stromsparenden Prozessoren zählte, wurde statt einer Festplatte eine 4GB großen "Solid State Disk" eingebaut, die dem Kleinen zu einer Akkulaufzeit von 3,5 Stunden verhalf. Der Asus Eee PC 1000 H bekam einen Stromsparenden Atom 1,6 GHz Prozessor eingepflanzt. Für genügend Speicherkapazität wurde eine Festplatte mit 160 GB eingebaut. Der 10 Zoll Monitor hat eine Auflösung von 1024x600 Bildpunkten. Mit 1,4 Kg ist er nicht nur deutlich schwerer als sein älterer Bruder, sondern durch den 10 Zoll Bildschirm mit 26x19x4 cm auch etwas größer.

 

2009 – Auch wir mussten Federn lassen

Seit November 2009 testeten wir auf unseren Computern erfolgreich Kubuntu 9.10 als Hauptbetriebsystem, um von Kubuntu aus VirtualBox 3.1.0 (2009-11-30) mit Windows und Linux Systemen zu starten. Bis Februar 2010 hoffen wir, dass dann auf allen neuen PCs Kubuntu 9.10 installiert sein wird. So sollten dann unsere Clubmitglieder von der VirtualBox aus mit Windows XP, Windows 7, Ubuntu und Kubuntu arbeiten können.

Erstmals in der Geschichte des CoDi hatten wir deutlich mehr Austritte (53) als Eintritte (22), mit 407 Mitgliedern ist der CoDi aber immer noch einer der größten Computerclubs in Deutschland.

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Am 22.Oktober 2009 erschien Windows 7 und ein paar Tage später, am 29.Oktober 2009 (K)Ubuntu 9.10 („Karmic Koala“). Vista hätte beinahe Linux zur erhofften Verbreitung verholfen, doch Windows 7 scheint dies vereiteln zu können. Namhafte Zeitschriften wie CHIP haben in ersten Tests Windows als Sieger hervorgehen lassen. Microsoft hatte diesen Erfolg nach dem Vista-Deaster auch dringend nötig.

Im Dezember 2009 kostet der Multifunktionsdrucker Brother MFC-6490CW DIN-A3 Drucker und Scanner bei einem Augsburger Computergeschäft gerade mal 349,- €. Für eine externe 2,5" Festplatte mit 500 GB legt man ca. 80,- € auf den Tisch. Will man seinen Arbeitsspeicher erweitern sind für einen Kingston 2048 MB DDR3-1333 ca. 50,- € zu berappen. Der Preisverfall bei Notebook und Netbook sind dramatisch, so bekommt man das ASUS EeePC S101 mit 10" Display, einem Intel Atom N270 Prozessor, 1GB Arbeitsspeicher, 16 GB SSD (Solid State Drive) und 16 GB SDHC (SD High Capacity) und Windows XP Home für sensationelle 379,- €. Noch billiger ist der kleinere Bruder, der ASUS EeePC 901 Go mit 8" Display, einem Intel Atom N270 Prozessor, 1GB Arbeitsspeicher, 16 GB  SSD und integriertem UMTS-Modul und einem Linux Betriebssystem für schlappe 249,- €. Das 15,6" Nootebook, ACER Aspire 5738ZG mit Intel Pentium Dual-Core T4300, 4 GB RAM, 500 GB Festplatte, 512 MB ATI Mobility Radeon HD4570 und Windows 7 kostet 599,- €. Ein Desktop-PC der neuesten Generation mit Intel Core i5-750 Prozessor, 4GB RAM, 500 MB Festplatte und 1GB nVidia GeForce GTS250 geht mit 849,- € über den Ladentisch.

Lange vor dem Verkaufsstart 2007 des Apple iPhone führten PDA-Phone (Smartphone) ein Schattendasein. Vornehmlich befanden sich diese kleinen Computer mit Windows-Mobile-Betriebssystem in der Hand von Geschäftsleuten, die nicht nur damit telefonierten oder SMS verschickten - nein - vor allem damit ihre Termin verwalteten, eMails abriefen, im Internet surften, Word-Briefe vorschrieben, Excel-Tabellen erstellten und als Navigationsgerät nutzten. Erst der Siegeszug des iPhone, welches besonders durch seine leichte Bedienung und seine Multimediafähigkeiten die junge Generationen ansprach, verhilft jetzt auch den anderen PDA-Phone Hersteteller ihre Geräte auf dem Markt zu platzieren. Wie Microsofts Windows XP den PC-Bereich dominierte, so verhält es sich auch mit "Windows-Mobile" bei den PDA-Phone. Doch auch hier bläst Microsoft eine scharfer Wind um die Ohren. So kommt bei den neuen NOKIA Smartphone, wie das im September 2009 vorgestellte N900 (ca. 590,- €), nicht mehr das Betriebsystem Symbian, sondern das Linux-Basierte-Betriebssystem "Maemo" zum Einsatz. Das T-Mobilie G1 war das erste Smartphone (HTC) mit dem Google Betriebssystem "Android". Immer mehr Hersteller verzichten auf Windows-Mobile und setzen ebenfalls auf das Linux-Basierte-Betriebssystem "Android". Aktuell statten die Hersteller ihre Smartphone mit Android Version 1.6 bzw. 2.0 aus, wie beispielsweise HTC (Hero und Magic), Samsung (Galaxy), LG (GW620) und Motorola (Droid und Milestone mit dem brandneuen Android 2.0).

 

2010 – OpenOffice wird Libre Office

Vor 3 Jahren haben wir dem Diedorfer Schulverband zehn 2.8Ghz schnelle Computer gespendet - und dieses Weihnachten haben wir unsere Dual Core2 Flotte durch 11 neue Intel Core i5-750 mit 2,66 GHz, 4GB DDR3 1333 RAM, sATA2 500 GB Festplatte mit dem neuen USB 3.0 und sATA3 Schnittstellen ersetzt.

Bei unserer Mitgliederversammlung am 29. Januar 2010 stimmten unsere Mitglieder wieder einstimmig zu, den Diedorfer Schulen unsere 10 Dual Core2 PCs (Intel i5 mit LCD-Monitore) zu spenden.

 

Kubuntu 10.10 als Host-System, um von Virtualbox auf unsere Windows XP und Windows 7 Installationen zugreifen zu können hat sich sehr gut bewährt. Über die Erstellung eines Master-Images (inclusive aller Betriebssysteme) mit CloneZilla (Bestandteil der Live-CD PartedMagic 5.7) sind wir in der Lage, alle unsere Schulungsrechner auf einen einheitlichen Installationszustand zu bringen.

Nachdem Sun Microsystems 2009 einen Geschäftsverlust in Höhe von mehr als 2 Milliarden Dollar verbuchte, wurde es im Januar 2010 von Oracle übernommen. Oracle hatte wohl nie großes Interesse daran, OpenOffice zu unterstützen, so kam es dann im September 2010 zu Kündigungen und Entlassungen der an OpenOffice beteiligten Programmierern. Um sich unabhängig von Oracle zu machen, gründeten die ehemaligen Entwickler von OpenOffice die "The Document Foundation". Die Bürosuite "LibreOffice" steht jetzt unter www.documentfoundation.org zum Download zur Verfügung.

Obwohl "WikiLeaks" welches mit "schnelle undichte Stellen" übersetzt werden kann, bereits 2006 gegründet wurde, ist es durch die Veröffentlichung am 05.04.2010 eines Bordvideo aus einem US-Kampfhubschraubers (Bagdad 12.07.2007), bei dem mehr als 12 Zivilisten getötet wurden der breiten Öffentlichkeit bekannt. Jeder Nachrichtensender zeigte das Video des Luftangriffes und auch die Presse stürzte sich auf die Informationen von WikiLeaks.
Als WikiLeaks im November 2010 die Veröffentlichunng tausender geheimer und vertraulicher US-Daten ankündigte, wurde Julian Assange zum Staatsfeind "Nummer eins" in Amerika. Kurz danach wurde der 39 jährige Australier von der schwedischen Staatsanwaltschaft beschuldigt zwei Frauen vergewaltigt zu haben, worauf Schweden England aufforderte Assange auszuliefern. Gleichzeitig versuchte die blamierte Weltmacht Amerika eine Klage zu konstruieren, um Julian Assange irgendwie habhaft zu werden. Auch wenn dafür ein Gesetz von 1917 wegen Spionage "Espionage Act" herhalten muss. Wie war das damals, 1972 mit der "Watergate Affäre"?

 

TECHNIK ENTWICKLUNG:

Im April 2010 ist die Fujifilm HS10 die erste Bridge-Kamera mit 30fach Superzoom. Die Brennweite (entsprechend Kleinbildkamera) beginnt bei 24 Millimeter Weitwinkel und ereicht extreme 720 Millimeter im Telebereich und das für nur schlappe 430,- €. Als Bildsensor kommt ein hintergrundbeleuchteter CMOS-Sensor mit 10 Megapixel Auflösung zum Einsatz. Im Serienmodus nimmt sie bis zu zehn Fotos pro Sekunde in voller Auflösung auf. Videoaufnahmen können in Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Sogar Hochgeschwindigkeits- und Zeitlupenaufnahmen (bis zu 1.000 Bilder pro Sekunde) sind möglich. Sehr gut ist der manuelle Zoomring am Objektiv, zur Veränderung der Brennweiten. Sollten die Stromversorgung durch die vier AA-Akkus am Ende sein, können diese durch vier AA-Batterien ersetzt werden. Nur die verhältnismäßige lange Auslösungsverzögerung trübt den guten Gesamteindruck der Digitalkamera.

Lag der Marktanteil von Android-Handys 2009 bei gerade mal 9 Prozent, steigerte sich der Marktanteil  in den ersten 9 Monaten des Jahres 2010 auf 16 Prozent. Im dritten Quartal 2010 steigerte sich der Marktanteil von Android-Handys auf satte 23 Prozent. Nur Nokias Symbian-Handys liegen mit 34 Prozent (51 Prozent 2009) noch unmerklich vor den Android-Handys. Deutlich abgeschlagen, Apples iPhone mit 24 Prozent (21 Prozent 2009), BlackBerry mit 14 Prozent und Microsofts Mobil-Handys mit 3 Prozent. Jeden Tag werden ltd. Google über 300.000 Android-Smartphones aktiviert.

 

2011 Der CoDi ist rasant, aber nicht stolperfrei von 3 Mbit auf 51 Mbit umgestiegen

Endlich eine schnelle DSL-Internetverbindung - freuten wir uns, als wir den Vertrag mit o2 auf 51 Mbit unterschrieben haben. Der Wechsel von M-Net zu o2 war mehr als unerfreulich, da wir von 01. Januar 2011 bis zum 23. Mai 2011  telefonisch nicht mehr erreichbar waren. Durch Übermittlungsfehler zwischen o2 und M-Net wurde unsere Kündigung bei M-Net erst zum März 2011 akzepiert, aber auch danach blieb unser Telefon tot.
Im Gegensatz zu M-Net mussten wir leider feststellen, dass bei o2 das Wort Kundendienst wohl nicht bekannt ist. Über 30 - 40 Minuten hingen wir in der kostenpflichtigen Warteschleife, bis sich endlich ein Mitarbeiter meldete. Dieser ist wohl nur dafür da, dass er den Kunden vertröstet, um diesen dann zu einem unkundigen Kundendienstmitarbeiter weiterzuleiten – natürlich mit erneuter „Bitte haben Sie ein wenig Geduld...“. Während der eine  Kundendienstmitarbeiter meinte, dass dies an der Kabelverbindung der Telekom liege, meinte der nächste, dass wohl eine Einstellung in der Telefonanlage nicht stimme. In den vielen Wochen, bis wir telefonisch erreichbar waren, verbrachten wir viel Zeit mit unfähigen Kundendienstmitarbeitern.
Erst der erneute Kontakt zu dem o2-Service-Team, das für Diedorf zuständig ist und das unsere Erstinstallation der DSL-Anbindung erledigte, sorgte durch einfaches Umstellen in der o2-Zentrale für die Funktion unseres Telefons.
Ein schöner Slogan für o2 wäre „o2 – oweh“ oder o2 – ogott“.

Im April 2011 erschien das neue Joomla 1.6, das aufgrund seiner enormen Änderungen an der Programmierung ein normales Update unserer Homepage unter Joomla 1.5 Version auf 1.6 nicht erlaubte. So musste ich unsere Homepage komplett neu aufbauen. Die Tempate-Dateien mußten neu erstellt, die Beiträge übertragen und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die neuen CoDi-Seiten befinden sich seit dem 26. Mai 2011 auf der Subdomäne www.club.codi.de parallel zu den alten Inhalten unter www.codi.de.

Am 04.03.2011 besuchten einige unserer Mitglieder die CeBIT in Hannover. Die Reise mit dem komfortablen Bus, mit nur mit 18 Sitzplätzen (VIP-Bus) ließ die Fahrt zu einem wahren Erlebnis werden. Auch der Besuch der CeBIT beeindruckte unsere Mitglieder sehr.

Im November 2011 hat sich der CoDi 10 neue Asus X93 Notebooks mit Intel Core i5 zugelegt. Ein wichtiges Kriterium war, dass das Display mit 18,4 Zoll und einer Auflösung von1920 x 1080 auch für unsere älteren Mitglieder gut abzulesen sind. Unsere Intel Core i5-750 Desktop-PCs werden wir wieder an eine öffentliche Organisation spenden.

Für uns völlig überraschend, mußten wir einige unserer Kurse im zweiten Halbjahr wegen zu geringer Teilnahme ausfallen lassen. Diese Erfahrung ist für uns neu, da wir bisher häufig wegen zu großem Interesse für unsere Kurse Mitglieder abweisen mußten.

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Nicht nur c't, Chip, sondern auch andere Computer- und Mobilzeitschriften kürten das Galaxy S2 mit Android 2.3.3 Betriebsystem zum Testsieger. Das nur 116 Gramm schwere Smartphon mit seinem 4,3 Zoll Super-AMOLED Plus Display und 480 x 800 Pixel, stellt alle Bildschirminhalte in kontrastreichen brillianten Farben dar. Die hohe Arbeitsgeschwindigkeit des Dual-Core-Prozessors mit 1,2 Gigahertz wurde bis zum Verkaufsstart im Mai 2011 von keinem anderen Smartphone erreicht. Und das alles zu einem Preis zwischen 450 und 500,- €.
Auch bei den Fernsehern ist Samsung, sowohl in der unteren als auch bei den oberen Preissegmenten immer auf den ersten Plätzen zu finden. Der Samsung UE55D7090 zählt zu den High End Geräten und kostet ca. 2300,- €. Der 140 cm (55 Zoll) löst mit 1920x1080 Pixeln (Full HD) bei einer Bildwiederholungsfrequenz von 800 Hz auf.  DVB-T/-C/-S Tuner sind bei dieser Geräteklasse genauso selbstverständlich wie DLNA (Digital Living Network Alliance).

Fast unbemerkt begann der Cyberkrieg, der im Jahr 2011 seinen bisherigen Höhepunkt erlebte. Ein Krieg der kein Land, Militär, Behörden, Firmen und selbst die Creme de la Creme der Software Riesen nicht verschonte. Wie wollen wir, die normalen User uns schützen, wenn selbst Firmen wie Sony, Apple, Google, Yahoo, Twitter und Co. empfindliche Daten von Kunden verlieren und der CIA, Amerikanische Militärische Einrichtungen, der US-Senat, die deutsche  Bundespolizei und der Zoll Opfer dieser feindlichen Attacken werden.
Im Dezember 2011 zeigte das iranische Fernsehen, eine amerikanische Stealth-Aufklärungsdrohne, die sie mittels elektronischer Kriegsführung unter ihre Kontrolle und dann zur Landung gebracht haben.

Aber auch ein weiterer Krieg tobt - Apple gegen den Rest der Androidwelt. Aus Angst noch mehr Marktanteile zu verlieren, klagt Apple gegen Samsung, HTC, Motorola und und Google. Samsung wollte eine gütliche Einigung, doch am Ende klagte Samsung wegen Patentverstöße gegen Apple in verschiedenen Ländern. Auch andere Hersteller folgten Samsung und klagten ebenfalls gegen Apple.
Nachdem ein bundesweites Verkaufsverbot für das Tablet Galaxy Tab 10.1 wegen Verletzung des "Geschmacksmusters" bestand, droht jetzt Appel im weltweiten Streit um Gerätedesign und Patente mit Samsung eine Schlappe vor dem Düsseldorfer Landgericht, die nach Designänderungen am Samsungs Tablet Galaxy Tab 10.1N nach Meinung des Gerichts das "Geschmacksmuster" ausreichend verändert hat.

Am 5. Oktober 2011 starb der Steve Jobs mit nur 56 Jahren. Mit 1300 Dollar Startkapital gündete er 1976 zuammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne die Firma Apple. Dem Apple I (666,66 Dollar), II und III folgt 1984 der Mac (Macintosh), der erste kommerziell erfolgreiche PC mit einer grafischen Bildschirmoberfläche, welche über Bildschirmsymbole statt Kommandozeilen bedient wurde. 1985 musste Jobs das Unternehmen nach einem internen Machtkampf verlassen und gründete daraufhin 1986 die Firma NeXT-Computer, 1993 verkaufte er das Unternehmen an Canon.
Zusammen mit Edwin Catmull steigt Job 1986 mit 5 Millionen Dollar in das von George Lucas gegründete Animationsstudio Pixar Inc. ein. Walt Disney übernahm 2006 für 7,4 Milliarden Dollar Pixar Inc. und Jobs wurde in den Verwaltungsrat berufen. Mit seinen Disney-Aktien in Höhe 138 Millionen Dollar war Jobs 2010 der größter Einzelaktionär bei Disney.
Doch schon 1995 war Jobs bereits wieder bei Apple, wendete den drohenden Zusammenbruch des Unternehmens ab und verhalf Apple mit seinen Visionen, wie dem iPod, dem iPhone und dem iPad zum Erfolg des Unternehmens.

 

 

2012 – Der CoDi feiert seinen 25.Geburtstag

Am Samstag, den 10. März 2012 feierte der CoDi im Gasthaus Fendt in Diedorf sein 25-jähriges Jubiläum. Unser 1.Vorstand Heinz Rieder gab einen Rückblick auf die bewegte Geschichte des Computerclub Diedorf. Besonders freuen konnten wir uns über den Besuch von Bernd Holz, der Initiator des Computerclubs, der jedoch bereits nach 4 Wochen den Club wieder verließ.

Am 27. Januar 2012 wurde Heinz Rieder wieder zum 1. Vorstand des CoDi gewählt. Als neuer 2. Vorstand wurde Heinrich Eising (Kassenwart), der das Amt von unserem langjährigem Kassenwart Rainer Hacia übernahm gewählt und als 3. Vorstand wurde Harald Wagner (Schriftführer) in seinem Amt bestätigt.


Wie schon 2007 zum 20.Geburtstag und 2010 stimmten die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung einstimmig zu, den Diedorfer Schulen (Gymnasium und Mittelschule) unsere 10 Clubrechner (Intel i5 mit LCD-Monitore) zum 25 jährigem Bestehen des CoDi zu spenden, welche wir dem 1.Bürgermeister Herrn Völk und seinen Amtskollegen, sowie Harald Rieder vom Förderverein Gymnasium symbolisch übergaben.

Für den Einsatz "Freier Software" in öffentlichen Verwaltungen in Deutschland konnte es nicht unterschiedlicher laufen. Während die Stadt München mit  11000 "Limux" Arbeitsplätzen und 15000 "OpenOffice" Installationen über 11 Millionen Euro einsparten, brach die Stadt Freiburg ihren Umstieg auf "OpenOffice" ab und wechselte zurück zu Microsoft Office.

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Das Asus A93S Notebook mit dem riesigen Full-HD-Display (1080x1920 Pixel), Intel Core i7 (2,2 GHz mit Turbo-Boost bis 3,1 GHz), 8GB RAM, Nvidia Geforce GT 630M Grafikkarte (1GB), Blue-Ray-Laufwerk, und einem USB 3.0 Anschluß, bietete MediaMarkt für 999,-- €uro an.

Im März 2012 kommt das TV-Gerät Samsung "UE 55ES 8090" für ca. 2500,-- €uro auf den Markt. Es besitzt eine Gesten- und Sprachsteuerung. In jedem Testbericht wird dem "UE 55ES 8090" ein tolles Bild in 2D und 3D bescheinigt. Um für die Zunkunft besser gewappnet zu sein, befindet sich auf der Rückseite des Gerätes ein Steckmodulschacht, "Evolution Kit" genannt, welches mit einer zusätzlichen CPU, GPU und Arbeitsspeicher nachgerüstet werden kann.

Im Mai 2012 wird das Samsung Galaxy S3 von vielen Zeitschriften, wie beispielsweise Chip zu einem der besten Smartphones gekürt. Ein Brillantes, riesiges 4,8" Display mit einer Auflösung von 720x1280 Pixel, Android 4.0.4 und einer starken Quadcore-CPU.

 

Im Oktober 2012 brachte Microsoft das neue Windows 8 für PC, Smartphone und Tablet auf den Markt und läutete dadurch die größte Umstellung im Windows-Bedienkonzept seit dem Erscheinen von Windows 95 ein. Größte Neuerung ist die "Metro" genannte Bedienoberfläche im Kacheldesign, mit der Microsoft wieder Anschluß an den schnell wachsenden Markt der Smartphones und Tablets finden will. Bei Firmen-Computern bedeutet die neue "Metro-Oberfläche" einen enormen Umschulungsaufwand für die Mitarbeiter. Zudem verkauft sich Windows 8 ausgesprochen schlecht und nach dem schwachen Verkaufsstart von Microsofts eigenen "Surface-Tablet" drosselte Microsoft die Auftragsfertigung von geplanten 4 Millionen auf nur noch 2 Millionen Exemplare (heise online).
Android konnte seinen Vorsprung im Bereich der Smartphones auf 68% ausbauen, Apple Smartphones landen auf dem 2. Platz mit 16%, weit abgeschlagen folgen BlackBerry mit 5%, Symbian mit 4% und WindowsPhone mit 3%.
Im Gegensatz dazu ist Apple bei den TabletPCs mit 62% Marktanteil klarer Marktführer vor Android mit 32% und Microsoft 4%.

 

 

2013 – Führungswechsel nach mehr als 25 Jahren im CoDi - Heinz Rieder übergibt an Thorben Fendt

1987 war die Geburtsstunde des Computerclub Diedorf, nur wenige Wochen danach übernahm Heinz Rieder die Führung von Bernd Holz. Seit dem leitete Heinz Rieder den Computerclub. Aus dem Club wurde 1992 ein eingetragener Verein, seitdem wurde Heinz Rieder bei jeder Neuwahl einstimmig als 1.Vorstand des CoDi bestätigt.

Am 25. Januar 2013 gab Heinz Rieder seine Vorstandschaft aus Altersgründen vorzeitig an Thorben Fendt, eines unserer jüngsten aktiven Mitglieder ab. Thorben Fendt wurde von den Mitgliedern einstimmig als neuer 1. Vorstand des CoDi gewählt (siehe auch unter CLUBAKTIVITÄTEN).

Mit Thorben Fendt steht nun ein weiteres junges aktives Mitglied, nach Harald Wagner, der erstmals 2008 als 3.Vorstand (Schriftführer) gewählt wurde, an der Spitze des CoDi. Heinrich Eising wurde 2012 zum 2. Vorstand (Kassenwart) gewählt.

 

Im Mai 2013 benötigten wir einen neuen Beamer, die Wahl hat der kleine handliche nur 2,2 Kilo leichte Acer H6510BD für sich entschieden. Für nur 749,- € bietet der DLP-Projektor Full-HD Auflösung (1080x1920) bei 2100 Lumen.

 

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Im Mai 2013 bringt der südkoreanische Konzern Samsung sein neustes Android-Smartphone, "Galaxy S4" mit beeindruckender Technik auf den Markt (Android 4.2, 5,0 Zoll Display mit Full HD 1080x1920, Quadcore-Prozessor, 1,9-GHz-CPU, 2GB-RAM, Kameraauflößung 13 Megapixel).

Die Erfolgsstory der Galaxy-Smartpones begann im Juli 2010 mit dem "Galaxy S" (Android 2.1, 4,0 Zoll Display mit 480x800 Pixel mit 1-GHz Single-Prozessor). Im Mai 2011 kam dann das bis heute erfolgreichsten Smartphone von Samsung heraus, das "Galaxy S2" (Android 2.3, 4,3 Zoll Display mit 480x800 Pixel mit 1,2-GHz Dual-Prozessor). Es folgte im Mai 2012 das "Galaxy S3" (Android 4.1, 4,8 Zoll Display mit 1280x720 Pixel, erster 1,4-GHz Quadcore-Prozessor, 1GB-RAM), welches die Erfolgserie fortsetzt.

Das iPhone 5 hat lediglich ein 4,0 Zoll Display mit einer Auflösung von 1136x640 Pixel, 1GB-RAM und einen 1-GHz Dual-Prozessor und das Ganze zu einem Preis je nach Speicherplatzgröße zwischen 680,-€ und 890,- €.

 

Im Oktober 2001 erschien das bis heute beliebte Windows XP, für das Microsoft im April 2014 den Support einstellen wird. Viele große Firmen steigen deshalb gezwungenermaßen auf Windows 7 um, da für sie Windows 8 auf traditionellen PCs keine Option ist. Kleinere Betriebe hingegen versuchen mit Windows 8 klar zu kommen.

Ab Oktober 2012 war Windows 8 erhätlich und innerhalb kürzerster Zeit gab es zwei User-Lager, nämlich die das Kachel-Windows lieben und die es abgründig hassen. Auf Grund extremer Unzufriedenheit stellt Microsoft im Oktober 2013 ein 2,5 GB großes Windows 8.1 Update zur Verfügung. Der beliebte Startbutton kehrt auf den Desktop zurück, aber er erfüllt lediglich die Umschaltfunktion zwischen der Desktop- und er Metrooberfläche.

Aber auch viele Ubuntu-User können sich nicht für die Unity-Oberfläche begeistern und wünschen sich Gnome zurück, oder steigen auf eine alternative Oberfläche, wie Kubuntu, Lubuntu oder Xubuntu um.

2013 ist auch das Jahr des 30 Jahre alten Whistleblower Edward Snowden, der durch seine Enthüllungen Einblick in das Ausmaß der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von US-Diensten gab.

Waren die in der Öffentlichkeit zu hörenden Politiker, Beamte und Fachleute wirklich überrascht und unwissend oder haben sie ein Theater inszeniert? Denn bereits zur Zeit von Windows 95, als es noch Modems gab, erschien der Kinofilm "Das Netz" von 1995 mit Sandra Bullock und "Staatsfeind Nummer 1" von 1998 mit Will Smith und Gene Hackmann, in dem man einen kleinen Vorgeschmack über die kommenden Möglichkeiten der Überwachnung und Ausspionierung erhalten konnte.

 

 

2014 – Und wieder ärgert uns o2 – Cyber-Krieg der Staaten?

Wir können auf ein ruhiges und erfolgreiches Jahr im Computerclub zurück blicken, bis auf den Ärger mit unserem VDSL-Router von o2. Die VDSL-Verbindung brach immer wieder regelmäßig ab, was dazu führte, dass nicht nur beim Surfen während des allgemeinen Clubabends, sondern auch bei unseren Computerkursen die Ausfälle ärgerten. Da uns M-Net keine schnelle Internetverbindung zur Verfügung stellen konnte, wechselten wir damals zu o2. Eine schlechtere Hotline, wie die von o2 ist uns jedoch noch nie untergekommen. Wenn überhaupt eine telefonische Verbindung zur o2 Hotline zustande gekommen ist, waren Wartezeiten von 20-40 Minuten in der Warteschleife die Regel und selbst dann, wenn wir einen Hotline Mitarbeiter erreichen konnten, wurden wir bei der Vermittlung das eine oder andere mal herausgeschmissen.

Im November tauschten wir dann den VDSL-Router von o2 durch eine VDSL-FritzBox 7490 aus. Ins Internet kamen wir nur durch Recherchen im Internet und dem Auslesen des o2 VDSL-Router. Danach lief das Internet zu unserer vollsten Zufriedenheit, doch leider fanden wir keinen Weg die Daten für den VOIP-Zugang (Telefon) in Erfahrung zu bringen. Trotz Beschwerden bei o2 sind wir an Weihnachten noch immer nicht telefonisch zu erreichen.

Zur Zeit als kleine Gruppen von Neandertaler ein blutige Auseinandersetzungen aus trugen, finden die Archäologen oft nur die sterblichen Überreste - die Knochen. Als die Römer ihre Heere gegen Feinde einsetzten, besaßen diese Metallwaffen, die noch heute an Ausgrabungsstätten neben den Skeletten zu finden sind. Bei moderner Kriegsführung könnten atomare, biologische und chemische Waffen eingesetzt werden - doch auch der Kriegsgewinner könnte für Jahre oder Jahrzehnte dieses Land nicht mehr betreten.

Bis heute standen sich Armeen mit Waffen gegenüber - und - Morgen oder Übermorgen? Wie einen Grippevirus, kaum zu erkennen und zu behandeln, haben sich Computerviren, Trojaner und Co. in unserer computerisierten Welt ausgebreitet. Der als Stuxnet bekannte Computerwurm sabotierte 2010 die iranische Atomanlage "Natans". Es wurde vermutet, dass der zwischen 2007 und 2010 aktive Computerwurm von der NSA und Israel entwickelt wurde. In einem im "Spiegel" veröffentlichten Interview bestätigte Edward Snowden dies, belegen konnte er das allerdings nicht.

In der Übermorgen-Kriegsführung stehen sich nicht mehr Armeen mit Soldaten und Raketen gegenüber, sondern ein im verborgenen agierender Programmierer, der ganze Länder oder die Welt ins Chaos stürzen kann. Wenn Industrieanlagen, wie beispielsweise Stromversorger lahmgelegt werden, bricht der öffentliche Verkehr zusammen, in unserem Haushalt funktionieren keine Geräte mehr, die Heizung fällt aus und wir sitzen im Dunklen. In Atomanlagen könnten Brennstäbe überhitzen und ganze Regionen und Länder unbewohnbar machen.

Die Wirtschaft könnte vernichtet werden, wenn auf Bankservern und Börsenservern die Datenbestände komplett gelöscht werden könnten. Sie hätten Berge von Geld, doch keiner wüßte wem es gehört. Behörden wie Einwohnermeldeämter oder Finanzämter wären blind.

Im März 2014 wurden vermutlich von Nordkorea, Cyber Attacken gegen südkoreanische Banken und Medienunternehmen ausgeführt.

Am 19.12.2014 konnte man in "heise-online" lesen "FBI hat durch eine technische Analyse Beweise, daß Nordkorea für den Hackerangriff auf Sony Pictures verantwortlich ist. Eine bisher unbekannte Gruppe  mit dem Namen "Guardians of Peac" bekannte sich zu dem Anschlag. Sie raubten nicht nur Filme und Daten, nein Sie bedrohten auch Mitarbeiter und Kinobesucher mit Gewalt. Auslöser für diesen vernichtenden Hackerangriff, soll der Satire Film "The Interview" sein, in dem zwei US-Journalisten den nordkoreanischen Machthaber "Kim Jong Un" bei einem Interview töten sollen.

Umso erschreckend ist es, dass unsere Politiker und Militärs von Europa und Amerika in den "kalten Krieg" mit Russland zurückgefallen sind. Ausgerechnet jetzt, wo alle Nationen gemeinsam gegen Weltgefahren wie, Kriege und Cyberangriffe zusammen stehen sollten. Das Beispiel Nordkorea lässt ahnen, was geschehen könnte, wenn hochentwickelte Länder sich gegenseitig angreifen.

Aber auch kriminelle Organisatoren können sich Hacker kaufen, die Firmen und Staaten erpressen könnten – James Bond läßt grüßen.

Aber auch Glanzlichter hat das Jahr 2014 zu bieten. So wurde Edward Snowden der "Alternative Friedensnobelpreis" für seine NSA-Enthüllungen verliehen und die erst 17 Jährigen Malala Yousafzai erhielt den "Friedensnobelpreis" für ihr beispielloses Engagement für die Bildung pakistanischer Kinder.

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Bei Geräten für den gewöhnlichen Kunden hat sich bei Computern, Mobilgeräten, Fernseher und Kameras nicht allzuviel getan. Die Hersteller haben im Großen und Ganzen ihre Gerätepaletten aktualisiert und etwas aufgemöbelt.

Ein Highlight dieses Jahres war die neue Bridge Kamera von Panasonic – die „Lumix DMC-FZ 1000“. Sie eroberte sofort den ersten Platz bei vielen Zeitschriften Magazinen. Im Gegensatz zu allen herkömmlichen Bridge Kameras, besitzt sie nicht den üblichen 1/2,3-Zoll-Sensor, sondern einen vergleichsweise großen 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixel. Somit besitzt die „Lumix DMC-FZ 1000“ etwa einen vierfach größere Sensoroberfläche. Für Video Aufnahmen filmt sie im Ultra-HD mit 25 Bildern pro Sekunde.

Ob sich 4K-Fernseher, auch Ultra-HD-TV genannt mit dem jetzigen Preisniveau durchsetzen werden bleibt abzuwarten, zumal die die Hersteller sie erst ab 65 Zoll Bildschirmdiagonale anbieten.

 

 

2015 – Zum vierten mal spendet der CoDi den Diedorfer Schulen seine Notebooks

Das große Thema der diesjährigen Mitgliederversammlung war die Neuwahl unserer Vorstandschaft. Der alte Vorstand stellte sich zur Wiederwahl und wurde bis auf die Enthaltungen des Wahlgremiums "einstimmig" gewählt. Somit ist Thorben Fendt wieder zum 1. Vorstand des CoDi gewählt worden. Als 2. Vorstand wurde Heinrich Eising (Kassenwart) und als 3. VorstandHarald Wagner (Schriftführer) in seinem Amt bestätigt.

Schon zum vierten Mal nach 2007, 2008 und 2012 haben die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung beschlossen, unsere clubeigenen PCs, diesmal zehn ASUS X93S Notebooks (Intel i5 mit 18 Zoll Display) an die Diedorfer Schulen (Mittelschule und Gymnasium) zu spenden.

 

TECHNIKENTWICKLUNG:

Am 29. Juli 2015 hat Microsoft Windows 10 veröffentlicht und Schritt für Schritt für Windows 7 und Windows 8 zum Upgrade bereit gestellt. Das Upgrade ist sehr einfach durchzuführen und funktioniert in der Regel problemlos. Microsoft hat die Versionsnummer Windows 9 wohl übersprungen, um die unangenehmen Erinnerungen an Windows 8 verblassen zu lassen. Nachdem in Windows 8 das Startmenü entfernt wurde und durch die ungeliebte Kacheloberfläche ersetzt hat, hat Microsoft bei Windows 10 das Startmenü wieder eingeführt. Somit ist die Arbeitsweise der von Windows 7 wieder sehr ähnlich.

Im Frühjahr 2015 erschien das Samsung Galaxy S6, technisch hoch gelobt – Samsung typisch – aber leider wurde der Akku fest verbaut und ein MicroSD-Slot fehlt. So ist es nun mal, wird ein Hersteller wegen seiner Kunststoffabdeckung ständig von Zeitschriften und Fachleuten kritisiert, versucht er sie zufrieden zu stellen und ersetzt die Kunststoffabdeckung durch hochwertiges Glas. Unglaublich – und wieder melden sich die gleichen Zeitschriften und Fachleute und kritisieren jetzt, dass der Akku nicht mehr getauscht werden kann und der Slot für eine MicroSD-Karte fehlt. Vielleicht fordert jetzt Zeitschriften und Fachleute eine Platin Abdeckung, sehr zum Bedauern derjenigen, die die Funktionalität der Ästhetik vorziehen.

Ein weiterer Wahnsinn ist, dass Smartphone mit 5 Zoll, Tabletts mit 10 Zoll und kleine Notebooks mit 15 Zoll in Richtung 4K Auflösung (doppelte Full HD Auflösung 3840 x 2160 Pixel) sich entwickeln, aber bei 17 bis 18 Zoll Notebook Displays die meisten Modelle weit unter 1920x1080 Pixel liegen.

 

 

2016 – Weltweit bricht das Pokemon Go“ Fieber aus und Linux wird 25 Jahre

Mit der App „Pokemon Go“ bricht am 6. Juli 2016 die weltweite Jagd nach „virtuellen Monstern“ in der „realen Welt“ aus. Die Monster tauchen nicht nur auf sicheren Plätzen in der Stadt oder Parkanlagen auf, sondern werden auf dem Smartphone auch mitten auf der Straße oder einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr gefunden.

Nicht nur Kinder oder Jugendliche, auch Erwachsene jeden Alters laufen vertieft in ihr Smartphone starrend wie Zombies durch die Gegend – lebensgefährlich ohne Ihre Umwelt wahrzunehmen laufen Sie über Autostraßen, übersehen rote Ampeln und gefährliche Hindernisse auf ihrer Suche und Jagd nach den „Pokemons“. Selbst Autofahrer benutzen Ihr Smartphone während der Fahrt und gefährden sich und andere. Weltweit kommt es zu schweren Unfällen, teilweise mit tödlichem Ausgang.

Das Duell Clinton vs. Trump zeigte deutlich, wie wahlentscheidend soziale Netzwerke für die „US-Präsidentschaftswahl 2016„ waren, aber auch deren Missbrauch durch den designierten US-Präsidenten Trump.

Populisten wie Nigel Farage und Boris Johnson haben mit dem Referendum den Brexit ausgelöst und die EU in eine tiefe Krise gestürzt. Sicher ist, dass soziale Netzwerke auch für die etablierten Parteien in ganz Europa im Wahljahr 2017 ein großes Risiko bergen, von nationalistischen Populisten missbraucht zu werden.

 

Technikentwicklung:

Am 21.04.2016 erschien Kubuntu 16.04 LTS mit dem Namen „Xenial Xerus“, das wie alle Ubuntu-Versionen den neuen Kernel 4.4 erhielt. Eine der wichtigsten Neuerungen bei Kubuntu ist der neue KDE-Desktop Plasma 5.5 (Qt 5), auf den alle Anwendungen angepasst werden müssen. Es könnte auf Grund der umfangreichen Modernisierung jedoch einige Monate dauern, bis alle Programme so stabil laufen, wie unter Kubuntu 14.04.4 LTS.

Und wieder einmal ist der Zeitschrift "LINUX intern 03/2016" Kubuntu 16.04 LTS ein "Großes Special" von 14 Seiten gewidmet. Die Einleitung von "Das KDE-Konzept: ….. Auf dem Linux-Desktop buhlen mehrere ausgewachsene Arbeitsumgebungen um Ihre Gunst. Die beliebteste Umgebung ist KDE – und nebenbei auch der Dienstälteste heute noch relevante Desktop, der sich regelmäßig neu erfindet.…..“ 

 

Linux feiert seinen 25 jährigen Geburtstag – Ein Beitrag auf www.heise.de (c‘t)

Der Beitrag zum 25 jährigem Geburtstag von Linux auf www.heise.de, den Onlineseiten der Computerfachzeitschrift c‘t beginnt anfänglich sehr humorvoll mit

„…..Sind Sie Linux-Anwender? Aber natürlich! Leugnen Sie nicht, auch bei Ihnen ist der Pinguin in der einen oder andern Form zu Diensten, außer Sie leben auf einem Baum. Denn Linux ist überall – abgesehen von ein paar hundert Millionen Desktop-Rechnern.

Wir befinden uns im Jahre 25 nach Linus Torvalds Ankündigung, ein freies Betriebssystem zu entwickeln. Alle Rechner laufen mit Linux. Alle Rechner? Nein, eine unbeugsame Gruppe, die Windows-Anwender, hört nicht auf, Widerstand gegen die Migration ihrer Desktop-PCs zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Widerständler, unaufhörlich dringt das freie Betriebssystem in mannigfaltiger Form in ihren Alltag vor…..“.

Danach wird die Erfolgsgeschichte von Linux auf beeindruckende Art und Weise mit Fakten und Zahlen erzählt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

 

 

2017 – Vor 10 Jahren revolutionierte das Apple iPhone das Leben der Menschen

Am 10.03.2017 wurde der CoDi 30 Jahre alt – ein Grund diesen Geburtstag zu feiern. Auch diesmal lud der CoDi alle Mitglieder zur Geburtstagsparty am Samstag den 11.03.2017 ins Gasthaus Adler (Fendt) ein. Mehr als 90 Mitglieder folgten dieser Einladung. Die Gäste waren auch von dieser Geburtstagsfeier wieder sehr begeistert und brachen erst gegen 22 Uhr auf.

Die CPU-Bugs Meltdown (Kernschmelze) und Spectre (Schreckgespenst) wurden bereits schon im Juni 2017 von Googles „Project Zero“ entdeckt. Von den Sicherheitslücken der Hardware-Architektur ist aber nicht nur Intel betroffen, sondern auch andere Prozessoren der Hersteller AMD, Apple und ARM. Somit sind nicht nur PCs, sondern auch Smartphones, Tablets, TV-Geräte und andere Geräte bei denen diese Prozessoren verbaut wurden betroffen.

Bei Intel sind die meisten Prozessoren der letzten 10 bis 15 Jahre von dem Bug betroffen.

Und nachdem es sich um eine Hardware-Lücke handelt, sind fast alle Betriebssysteme betroffen. Dabei betrifft es Windows auf Grund der ungeschützteren Benutzerberechtigungen viel mehr, als Linux, macOS, iOS und Android.

 

Technikentwicklung:

Auszug aus unser Chronik 2007: „…. Warten auf Apple`s iPhone – Tagelang lauerten Amerikaner vor den Telefonläden, um beim Verkaufsstart am 29. Juni 2007 ein iPhone zu ergattern. Die deutsche Fan Gemeinschaft musste sich jedoch bis zum 9. November 2007 gedulden, bevor sie ….“.

Bisher wurden 18 verschiedene iPhone Modelle vorgestellt, die aktuellen Geräte im September 2017 sind das iPhone 8 und iPhone X. Der Preis zum Verkaufsstart für das iPhone X mit 64 GB liegt bei stolzen 1149,-- € und für das Gerät mit 256 GB bei unglaublichen 1319,-- €.

Der offizielle Verkaufsstart für das neue Samsung Galaxy S8 und S8 Plus, beide mit Android 7 „Nougat“ und 64 GB internem Speicher war am 28. April 2017. Die Galaxy Modelle sind gegenüber den Modellen von Apple wahre Schnäppchen, so kostet das Galaxy S8 799,-- € und das Galaxy S8 Plus 899,-- €.

Im November 2017 kam das in der gehoben Mittelklasse angesiedelte Moto X4 von Motorola (Lenovo), zu einem fairen Startpreis von 399,-- € auf den Markt.

Die Besonderheit der Moto Smartphones ist, das diese Geräte eine der wenigen sind, die mit einem kaum veränderten Original Android 7 (Stock Android) ausgeliefert werden.

Die Technischen Daten: Display 5,2 Zoll, 1.080 x 1.920 Pixel, Prozessor Snapdragon Qualcomm 630, Octa-Core, 2,2 GHz, Arbeitsspeicher 3 GB, Interner Speicher 32 GB, Akku 3.000 mAh, Android 7.1 „Nougat“, USB-Typ-C.