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Mit welcher Taste kann das Boot-Menü oder BIOS (MBR) bzw. UEFI (GPT) aufgerufen werden

Windows 10 Computer mit UEFI-Modus sind für viele bootfähige Betriebssysteme eine große Hürde (z.B. Windows 7-Installations-DVD, Acronis True Image, Linux usw.).

Wenn also das Live-System nicht startet, kann entweder das Boot-Menü aufgerufen werden oder wenn dies nicht gelingt, müssen im BIOS (Basic Input/Output System) bzw. UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) die Einstellungen kontrolliert bzw. umgestellt werden.

Direkt nach dem Start des PCs , wenn das PC-Logo erscheint, werden für wenige Sekunden die Tasten zum Aufrufen des BIOS (MBR) bzw. UEFI-BIOS (GPT) und dem Boot-Menü (Liste der bootfähigen Datenträger) angezeigt.

Oft ist das Zeitfenster so kurz, dass ein Mitlesen nicht möglich ist, dann bleibt nur der Blick in das Handbuch oder einfach nur das Ausprobieren der geläufigen Tasten ESC, Entf, F2, F8, F10 oder F12.

 

Drücken der Boot-Menü Taste, direkt nach dem Einschalten des PCs (PC Logo)

Sollte das Linux-Live-Betriebssystem nicht direkt von einer bootfähigen DVD bzw. einem USB-Stick starten, wird es notwendig das Boot-Menü mit der dafür vorgesehen Taste (z.B. ESC, Entf, F2, F8, F10 oder F12) anzeigen zu lassen.

Das Boot-Menü erlaubt die Bootreihenfolge temporär umzustellen, ohne dass im BIOS eine Umstellung der Bootreihenfolge vorgenommen werden muss. Diese Vorgehensweise ist jedoch nur für diesen einen Start wirksam, beim nächsten Neustart des PCs wird wieder Windows von der Festplatte gebootet, wenn nicht beim Start die Boot-Menü Taste erneut gedrückt wird.

Erscheint das Boot-Menü trotz korrekter Taste nicht, muss im BIOS/UEFI kontrolliert werden, ob diese Funktion ausgeschaltet (Disable) ist.

 

BIOS aufrufen und die Einstellungen im BIOS überprüfen, wenn das Live-System nicht startet

Leider sind die Tasten zum Aufrufen des BIOS/UEFI, wie auch die Menüführung der verschiedenen BIOS Funktionen nicht einheitlich, deshalb folgen hier einige Maßnahmen die zum Erfolg führen können.

 

  • Aktivieren (Enable) der Boot-Menü Option.

  • Deaktivieren (Disable) des "UEFI Secure Boot".

  • Umstellung vom UEFI-Modus auf den „BIOS-Legacy-Modus„ bzw. "Compatibility Support Module (CSM)".

  • Bootreihenfolge im BIOS für jeden Neustart so festlegen, dass vor dem Start der Festplatte immer zuerst von der DVD oder von einem externem Datenträger (z.B. USB-Stick oder SD-Karte) gebootet wird.

 

Weshalb verzichten wir auf die Parallelinstallation von Linux und Windows 10 im UEFI Modus

Unter Windows 10 mit UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) ist eine "Zweitinstallation bzw. Parallelinstallation von KDEneon oder Kubuntu" nicht ganz ohne Risiko.

Ohne Sicherung der eigenen Daten auf dem Windows System sollte keine Installation von Linux durchgeführt werden. Denn hierfür sind Grundkenntnisse der Festplatten Partitionierung erforderlich. Auch Computerzeitschriften beschreiben häufig Windows Startprobleme bis hin zum Verlust der Windows Installation inklusive der eigenen Dateien.

 

Gefahrlose Vollinstallation von KDEneon in einer „Virtuellen Maschine“

Wer an KDEneon gefallen gefunden hat, kann sich mit Hilfe des KDEneon Live-Betriebssystems eine Vollinstallation auf einem externen Datenträger (z.B. USB-Stick/SD-Card) oder in einer „Virtuellen Maschine (z.B. VirtualBox oder VM-Ware) installieren.

  • Wer sich unsicher ist, sollte KDEneon innerhalb eines laufenden Windows in einer sogenannten "Virtuellen Maschine" (z.B. VirtualBox oder VM-Ware) installieren. Die Software VirtualBox simuliert dabei einen realen PC mit Hardware (z.B. Motherboard, Grafikkarte und selbst eine virtuelle Festplatte).

    Nach dem Anlegen einer sogenannten "Neuen Maschine", erfolgt die Installation des Betriebssystems (z.B. KDEneon oder Windows 7) wie gewohnt, nur mit dem Unterschied, dass das Betriebssystem gefahrlos in einer speziellen "VirtualBox-Festplatten-Datei" installiert wird. Es ist nahezu ausgeschlossen das auf dem PC vorinstallierte Windows-Betriebssystem zu beschädigen.

 

Wir bevorzugen die KDEneon Vollinstallation auf einem USB-Stick – Linux to go

Wir bevorzugen die Vollinstallation von KDEneon auf einem externen Datenträger (z.B. USB-Stick, SD-Card oder externe Festplatte), da dieses portable Betriebssystem auf fast jedem PC gestartet werden kann, ohne die interne Festplatte mit dem vorinstalliertem Windows-Betriebssystem zu berühren.

Achtung: Die einzige Gefahr ist bei der Installation den Bootloader auf dem falschem Laufwerk zu installieren. Die interne Festplatte des PCs mit vorinstalliertem Windows wir in der Regel den Laufwerksnamen sda tragen.

Dem angeschlossene externen Datenträger wird voraussichtlich die Laufwerksbezeichnung sdb zugewiesen, hier muss der Bootloader installiert werden.

Speicher USB SD
 

Laufwerk und Partitionen Bezeichnungen unter Windows

Zum besseren Verständnis nehmen wir als Beispiel den Einbau einer fabrikneuen Festplatte in einem PC mit BIOS-Modus an. Bei der Neuinstallation von Windows würde es genügen den gesamten zur Verfügung stehenden Speicherplatz im NTFS Format zu formatieren.

 

  • In der Datenträgerverwaltung unter Windows wird die interne Festplatte des PC als Datenträger 0 erkannt und die Partition mit dem darin installiertem Windows-Betriebssystem als Laufwerk C:\ bezeichnet.

  • Wird am PC ein externer Datenträger, z.B. eine SD-Card mit Fotos aus der Digitalkamera eingesetzt, erhält diese den nächsten freien Laufwerksbuchstaben, in unserem Beispiel D:\. Schließt man danach auch noch einen externer USB DVD-Brenner am PC an, erhält das Gerät den Laufwerksbuchstaben E:\.

 

Sobald der Wunsch besteht dem Windows-Betriebssystem (C:\) und den eigenen Dateien (D:\) jeweils eine separate Partition zur Verfügung zu stellen, muss die Gesamtpartition C:\ zuerst verkleinert und der dahinter freiwerdende Speicherplatz neu partitioniert und formatiert werden.

 

  • Die Windows Datenträgerverwaltung listet unter dem Datenträger 0 jetzt die Laufwerksbuchstaben C:\ und D:\ auf.

  • Wird jetzt wiederum ein externer Datenträger, z.B. eine SD-Card mit Fotos aus der Digitalkamera eingesetzt, erhält diese den nächsten freien Laufwerksbuchstaben, in diesem Fall E:\ und dem externer USB DVD-Brenner würde der Laufwerksbuchstaben F:\ zugewiesen. werden.


 

 

Windows und Linux Laufwerk / Partitionen Bezeichnungen im Vergleich

Die folgende Tabelle basiert auf den zuvor beschriebenen Laufwerk und Partitionen Bezeichnungen für Windows im BIOS-Modus, bei der nicht wie im UEFI-Modus, zusätzliche Partitionen für das UEFI automatisch angelegt werden.

Während die interne Festplatte unter Windows als Datenträger 0 bezeichnet wird, erhält sie unter Linux die Bezeichnung sda.

  • Die auf der internen Festplatte angelegten Partitionen werden unter Linux einfach nur durch nummeriert. In unserem Beispiel für sda1 für C: und sda2 für D:.

 

Die eingesetzt SD-Card wird unter Windows als Datenträger 1 bezeichnet, während sie unter Linux als sdb benannt wird.

  • Die einzige Partition auf der SD-Card wird unter Linux als sdb1 bezeichnet. Unter Windows wird der SD-Card der Laufwerksbuchstaben E: zugewiesen.

  • Würde noch eine zusätzliche externe Festplatte mit drei Partitionen angeschlossen werden, würde die Festplatte selbst unter Linux als sdc und unter Windows als Datenträger 2 bezeichnet werden.

    Die drei Partitionen erhielten unter Linux die Bezeichnung sdc1, sdc2 und sdc3, unter Windows die Laufwerksbuchstaben F:, G: und H:.

 

Laufwerk / Partition Linux

Laufwerk / Partition

Windows

Hersteller, Laufwerksbezeichnung

und Mount-Point im Linux System

TYP

Größe GB

Interne Festplatte – Lenovo Joga Windows System

dev/sda – (Bootloader)

Datenträger 0

Festplatte „Samsung“

 

Gesamt 800 GB

 dev/sda1 (Primär)

C:\

/media/codi/Windows System

NTFS

200 GB

 dev/sda2 (Primär)

D:\

/media/codi/Windows Eigene Daten

NTFS

500 GB

SD-Card – Aus der Digitalkamera Canon

dev/sdb

Datenträger 1

Generic Storage Device (SanDisk)

 

Gesamt 16 GB

+ dev/sdb1 (Primär)

E:\

Canon

FAT32

16 GB

 

Partitionen Interne Festplatte 3 (Windows)Partitionen SD Card 16GB (Windows)

 

Windows und Linux Laufwerk / Partitionen Bezeichnungen am Beispiel eines realen PC

Auf diesem Lenovo Yoga Notebook ist eine reale Windows 10 Installation im UEFI-Modus auf einer internen SSD-Festplatte (sda) zu sehen. Im Gegensatz zu einem im BIOS-Modus installiertem Windows 10, fallen die zusätzlichen für das UEFI vom System reservierten Partitionen auf, die als sda1, sda2 und sda3 in der Liste bezeichnet werden.

Dann wurden in folgender Reihenfolge externe Datenträger und Geräte angeschlossen.

  • Das erste angeschlossene Laufwerk, ein USB-Stick mit zwei Partitionen (sdb1 und sdb2) wurde als sdb im Linux-Dateisystem eingehängt. Die erste Partition wurde mit dem Windows NTFS Format eingerichtet, zum Datenaustausch mit Windows Systemen. Die zweite Partition wurde im Linux ext4 Format angelegt, auf dieser befindet sich ein Linux Vollinstallation. Dies Partition kann von Windows nicht angezeigt werden.

  • Der eingesetzten SD-Card wird der Laufwerksbuchstaben sdc zugewiesen, auf ihr sind die Fotos einer Digitalkamera gespeichert. Da nur eine Partition vorhanden ist, erhält diese die Bezeichnung sdc1.

  • Wir zusätzlich ein Smartphone angeschlossen erhält dieses den nächsten Laufwerksbuchstaben sdd.

  • Das letzte angezeigte Laufwerk mit dem Laufwerksbuchstaben sde, ist eine direkt per USB-Kabel angeschlossene Digitalkamera.

Laufwerkskunde 1920x1080 (01)

  • Partitionen_1_Dolphin (01)
  • Partitionen_1_Explorer (02)
  • Partitionen_1_KdePartEditor (01)
  • Partitionen_1_KdePartEditor (02)
  • Partitionen_1_WinPartEditor (01)
  • Partitionen_1_WinPartEditor (02)
  • Partitionen_5_Dolphin-5LWs (01)
  • Partitionen_5_Dolphin-5LWs (02)
  • Partitionen_5_Dolphin-5LWs (03)
  • Partitionen_5_KdePartEditor-5LWs (01)
  • Partitionen_5_KdePartEditor-5LWs (02)
  • Partitionen_5_KdePartEditor-5LWs (03)
  • Partitionen_5_KdePartEditor-5LWs (04)

 

Primäre und Erweiterte Partitonen unter dem BIOS-Modus (MBR) einrichten

Unter dem alten BIOS-Modus (MBR) können nur maximal 4 primäre Partitionen erstellt, bei einem UEFI-System (GPT) hingegen bis zu 128 primäre Partitionen eingerichtet werden.

Um mehr als vier Partitionen unter dem MBR einrichten zu können, kann eine der primären Partitionen dafür als Container für sogenannte erweiterte Partitionen verwendet werden.

Als Beispiel soll eine Festplatte dienen, die 6 Partitionen enthalten soll. Einmal unter MBR und einmal unter GPT.

 

  • MBR – Auf der ersten Partition sda1 befindet sich das Windows Betriebssystem, die zweite Partition wäre sda2, der folgt sda3. Die vierte Partition sda4 dient als Container für folgenden erweiterten Partitionen, also sda5, sda6 und sda7. Erweiterte Partitionen beginnen immer mit dem Laufwerksbuchstaben sda5, auch dann wenn nur zwei primäre Partition angelegt wurde.