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Was versteht man unter "Open Source Software" und worin besteht der Unterschied zu "Freeware"

  • "Freeware" kommt aus dem Englischen und bedeutet "kostenlose Ware". Mit Freeware taucht auch meist der Begriff "proprietäre Software", was mit  "Eigentümer Software" (z.B. Hardware Treiber für Grafikkarten) übersetzt werden kann.
    Das heißt, der Urheber bzw. Eigentümer stellt diese Software kostenlos zur Verfügung, kann aber im Gegensatz zur OpenSource Software darüber bestimmen, wie diese genutzt werden darf. So ist der Quellcode meist nicht frei zugänglich, darf in der Regel nicht verändert werden und die Nutzung kann auf bestimmte Zwecke oder eine bestimmte Zeit eingeschränkt sein. Typische Software ist Google Picasa und Treiber für Hardware (z.B. Grafikkarten, Routersoftware).
  • "Open Source Software" (OSS) ist eine "freie Software", die für die Freiheit des Nutzers steht. Wichtig bei "Open Source Software" ist, dass der Quell-Code einsehbar ist, was bei "Freeware" oder "kommerzieller Software" nicht der Fall ist.
    Der Nutzer darf "Open Source Software" nutzen, bearbeiten, verändern, kopieren, weitergeben und auch verkaufen. Typische Beispiele sind Linux, LibreOffice und Gimp.

Früher von Microsoft & Co. belächelt, haben sich die kostenlosen Softwareprodukte, wie GIMP, LibreOffice und Linux zu wahren Angstgegnern der Monopolisten gemausert. Immer mehr Firmen, Behörden (Bundesministerien, die Städte Berlin, München, Wien, Paris, London usw.) und private Nutzer setzen erfolgreich OpenSource Software unter WINDOWS und LINUX ein. 

 

Woher bekomme ich "Open Source Programme "?

Früher waren User, die "Open Source Software" auf ihrem Computer installiert haben Pioniere, heute ist das nicht mehr der Fall.

  • Fast jede Computerzeitschrift packt jede Menge aktueller "freier Software" auf die beiliegenden Heft-DVDs.
  • Über Internet-Suchmaschinen findet Ihr jede Menge an Seiten, die den Download von "Open Source Software" anbieten. Wer sich unsicher über den Anbieter ist, wählt den Download über eine bekannte Computerzeitschrift, wie beispielsweise "www.chip.de", "www.computerbild.de" oder "www.heise.de".
  • Auch dürft Ihr selbst "Open Source Software" an andere weiter geben und damit zur Verbreitung "freier Software" beitragen.
  • Und natürlich auch bei einem unserer am Freitag stattfindenden CoDi Clubabende.

 

Vor- und Nachteile "Open Source Software" am Beispiel von LibreOffice und GIMP

Das kostenlose Büroprogramm LibreOffice (Writer, Calc, Impress, Base, Draw) ist der direkte Konkurrent zu Microsoft Office Professional (Word, Excel, PowerPoint, Access) und steht dieser in Funktion und Bedienung in keiner Weise nach, einige Dinge sind bei LibreOffice sogar besser gelöst als bei der kommerziellen Konkurrenz. Die Installation von LibreOffice unter Windows ist kinderleicht und wer mit MS Word oder Excel umgehen kann, wird beim Wechsel auf LibreOffice kaum einen Unterschied bemerken.
GIMP ist ein pixelorientiertes Grafikprogramm, welches bei der Bildbearbeitung kaum Wünsche offen lässt. Es muss sich nicht hinter den kommerziellen Konkurrenten, wie Corel PhotoPaint oder Adobe Photoshop verstecken. Im Gegensatz zu Büroprogrammen (Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation) bei denen man schon nach wenigen Stunden gute Erfolge erzielt, sind alle Grafikprogramme schwer zu erlernen. Ohne Einarbeitung geht gar nichts, aus diesem Grund solltet Ihr euch nur ein Bildbearbeitungsprogramm zulegen, Grundkenntnisse erwerben und bei diesem Programm bleiben.

  • Private Nutzung: Ihr kauft einen neuen Computer, da der alte PC für eine anspruchsvolle Bildbearbeitung viel zu langsam ist. Den alten PC möchtet Ihr fürs Internet nutzen. Der neue Computer ist mit einer neueren Version von Windows und Anwendungsprogrammen (Büroprogramme, Brennprogramm usw.) ausgestattet. Das bedeutet Ihr müsst ständig zwischen den verschiedenen Programmen hin und her wechseln und Euch immer aufs neue deren Bedienung anpassen. Installiert Ihr auf beiden Computern die gleiche "OpenSource Software", beispielsweise LibreOffice, und das ständige Umgewöhnen an die unterschiedliche Bedienung der Programme entfällt.
  • Schulen: In der Praxis sieht es meist so aus, dass der Schüler auf seinem Rechner eine andere Software installiert hat, als auf dem PC in der Schule. Somit können Aufgaben nicht unter gleichen Bedingungen realisiert werden. Idealerweise könnte durch "freie Software" dieses Problem gelöst werden. Der Schüler besorgt sich die benötigte kostenlose Software aus dem Internet, einer Computerzeitschrift oder der Lehrer gibt den Schülern die entsprechende Software (z.B. LibreOffice, Gimp) auf CD mit.
  • Firmen: Auch kleine Firmen würden von "freier Software" profitieren. Stellt Euch vor, Ihr betreibt mehrere PCs mit "OpenSource Software", wie dem Büroprogramm LibreOffice, dann würden alle Mitarbeiter unter gleichen Bedingungen arbeiten. Ihr müsstet alle Mitarbeiter nur einmal schulen und des weiteren könntet Ihr beim Erscheinen einer neuen Programmversion, alle PCs auf den neuesten Stand bringen
  • Unser Club: Bis Dezember 2008 hatte Microsoft noch die Bastionen Windows (Betriebssystem), MS-Access (Mitgliederdatenbank) und MS-Frontpage mit der ich unsere Internetseiten erstellt habe.
Es gab aber immer wieder Schwierigkeiten wenn ich die Homepage bearbeiten wollte. Dann dazu brauchte ich immer einen PC mit der gleichen MS-Frontpage Version. Das gleiche Problem gab es auch bei unserer MS-Access Datenbank. Da alle Vorstände die gleiche Datei benutzen, mussten alle die gleiche Version verwenden, denn wenn einer die Datei nach der Bearbeitung mit einer höheren Version gespeichert hatte, konnte der nächste sie nicht mehr öffnen oder verändern (z.B. aufgrund neuer Funktionen).
Bei "Open Source Software" (z.B. Open Office) installiert jeder lediglich die neueste Version der gemeinsam genutzten Software und schon klappt der Datenaustausch wieder – OHNE – lästige Aktivierung und Registrierung.

In unserem Computerclub haben wir zwischen 2006 und 2009 bis auf das Betriebssystem Windows, alle Anwendungsprogramme auf "OpenSource Programme" umgestellt. Für unsere Homepage verwenden wir das CMS "Joomla". Auch unsere Mitgliederdatenbank haben wir von MS-Access nach „LibreOffice Base“ portiert. 

 

Windows oder LINUX – Ist Kubuntu das bessere Windows XP

Windows XP war wohl das beliebteste Betriebssystem aller Zeiten. Obwohl nach mehr als 12 Jahren der Support am 08. April 2014 beendet wurde, wollen viele Anwender, Firmen (z.B. Bankautomaten, Maschinen) und auch Behörden in Deutschland, aber auch in anderen Ländern (spezieller Support über das offizielle Ende hinaus) nicht auf Windows XP verzichten.

Alle folgenden Windows Betriebssysteme wie Windows Vista, Windows 7 und auch Windows 8 stehen im kalten Schatten von Windows XP. Microsoft hofft mit Windows 10 (wurde bewusst nicht Windows 9 benannt) an den Erfolg mit Windows XP anknüpfen zu können.

  • Kubuntu ist eine auf DEBIAN und Ubuntu basierte "Live DVD-Distributionen", die eine ähnliche Bedienung wie Windows XP bietet.
  • Kubuntu kann auch als Zweitbetriebssystem zu Windows auf einem PC installiert werden.
  • Wird Kubuntu auf einem USB-Stick installiert, kann es beim Starten des PCs gebootet werden.

 

Günter Hack (22.03.2015)