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Welchen Vorteil bietet die Partitionierung des USB-Stick / SD-Card mit Windows vor Beginn der Linux Vollinstallation

 

Tipp: Gerade für Linux Einsteiger kann es hilfreich sein, vor der Installation eines Linux-Betriebssystem den USB-Stick mit der Windows Datenträgerverwaltung zu partitionieren. Damit fällt es dann leichter den USB-Stick bei der Linux Installationsroutine zu identifizieren.

Da unter Windows auf einem USB-Stick die erste Partition nicht im NTFS-Format eingerichtet werden kann, formatieren wir die erste und auch gleich die zweite Partition im FAT32 Format.

Es ist nach der Linux Vollinstallation nicht unbedingt notwendig, die für den gemeinsamen Datenaustausch zwischen Windows und Linux vorgesehene erste Partition vom FAT32 Format auf das NTFS umzuformatieren, doch wenn die beiden Partitionen sowieso einen Namen erhalten sollen, kann die erste Partition auch gleich mit dem KDE Partition Editor umformatiert werden.

 

Beispiel für die Partitionierung eines USB-Stick für die Vollinstallation von KDEneon / Kubuntu

 

Tipp: Wir empfehlen zwei Partitionen auf einem USB-Stick (sdb) ab 32 GB anzulegen. Wer einen PC mit 8 GB RAM besitzt, kann in der Regel auf einen SWAP-Partiton (sdb3) (Auslagerungspartition, welche der TEMP-Auslagerungsdatei von Windows entspricht) verzichten.

  • Die erste Partition (sdb1) dient zum gleichzeitigen Datenaustausch zwischen Windows und Linux und muss deshalb als erste Partition erstellt werden, damit Windows diese überhaupt anzeigen kann. Auf dieser für Windows formatierten NTFS Partition können dann beispielsweise im Wechsel unter einem laufenden Windows oder Linux-System, Textdateien von LibreOffice oder Fotodateien mit Gimp bearbeitet und gespeichert werden.

  • Die zweite Partition (sdb2) ist für die Installation des Linux Vollsystem mit dem Home-Verzeichnis reserviert, das mit Hilfe des Linux-Live-Betriebssystem von DVD oder Live USB-Stick erstellt wird.

 

USB-Stick

SD-Card

Erste Partition mit Namen im

Windows NTFS Format für die eigenen Daten

Zweite Partition mit Namen im

Linux ext4 Format für Linux und das Home-Verzeichnis

32 GB

10 GB (USB32_Daten)

22 GB (USB32_Linux)

64 GB

40 GB (USB32_Daten)

24 GB (USB32_Linux)

128 GB

100 GB (USB32_Daten)

28 GB (USB32_Linux)

 

Wie partitioniere ich den USB-Stick / SD-Card unter der Windows Datenträgerverwaltung

In unserem Beispiel ist der USB-Stick mit 32 GB an einem Lenovo Yoga Notebook, das kein internes DVD-Laufwerk besitzt.

Mit einem Maus rechts klick auf das Windows Start Logo wird eine Liste verschiedener Systemoptionen angezeigt. Ein klick auf Datenträgerverwaltung öffnet ein Fenster das sowohl die internen Laufwerke, als auch alle externen angeschlossenen Datenträger am Computer auflistet.

Das als Datenträger 0 bezeichnete Laufwerk, ist die interne SSD-Festplatte (238 GB)mit vier Partitionen. Auf der Partition C: mit dem Namen Yoga_Win10 ist Windows installiert. Auf der Partition D: mit dem Namen Yoga_Daten sind die meisten der eigenen Dateien ausgelagert. Die beiden Partitionen mit dem Namen Datenträger 0 Partition 1 und 2 (UEFI) sind für das Windows System reserviert.

Wird jetzt der USB-Stick (32 GB) am PC angeschlossen, erhält dieser die Datenträgerbezeichnung 1. Da keine weiteren Partitionen angelegt sind, erhält er den nächst möglichen Laufwerksbuchstaben, nämlich E:.

  • Mit einem Maus rechts klick im grau schraffierten Feld von Laufwerk E: öffnet sich das Kontextmenü. Mit einem Maus links klick auf Volumen löschen und anschließender Bestätigung auf Ja, wird jetzt im gleichen Feld Nicht zugeordnet angezeigt.

  • Um die erste Partition anzulegen, klicken wir mit der rechten Maustaste in das grau schraffierte Feld Nicht zugeordnet und wählen im Kontextmenü auf Neues einfaches Volumen. Wenn das Fenster Volumengröße festlegen erscheint, geben wir im Feld Größe des einfachen Volumens in MB 10000 (entspricht 10 GB) ein. Nach weiteren Klicks erscheint das Fenster Partition formatieren, hier geben wir bei Volumenbezeichnung USB32_Daten ein. Den Vorschlag unter Zu verwendendes Dateisystem FAT32 belassen wir, da Windows das formatieren eines USB-Sticks im NTFS Format sowieso nicht unterstützt. Nach wenigen Klicks ist die erste Partition erstellt. Somit stehen für den gleichzeitigen Datenaustausch zwischen Windows und Linux 10 GB zur Verfügung.

  • Unter Datenträger 1 sind jetzt zwei Partitionen zu sehen, eine die wir gerade erstellt haben und den Partitionsnamen USB32_Daten trägt und eine noch nicht bearbeitete zweite Partition mit der Bezeichnung Nicht zugeordnet. Wieder klicken wir mit der rechten Maustaste in das grau schraffierten Feld von Nicht zugeordnet um ein weiteres Neues einfaches Volumen zu erstellen. Die Vorgehensweise ist die gleiche wie zuvor beschrieben, außer dass wir im Feld Größe des einfachen Volumens in MB 20434 (entspricht 20 GB) den Wert einfach übernehmen.

    Im Fenster Partition formatieren geben wir bei Volumenbezeichnung USB32_Linux ein. Den Vorschlag unter Zu verwendendes Dateisystem FAT32 übernehmen wir ebenfalls, da bei der Installation des Linux-System die Partition im ext4 formatiert wird.

 

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